Donnerstag, 17. August 2017

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Microsoft-Gründer Wo Bill Gates' Microsoft-Milliarden heute stecken

Bill Gates: Der Software-Milliardär, Investor und Philanthrop verkauft im Schnitt 80.000 Microsoft-Aktien - pro Börsentag

Bill Gates ist nicht mehr der größte Microsoft-Aktionär. Am Ranking der reichsten Menschen ändert dies jedoch nichts. Schließlich hat Gates seine Milliarden gezielt investiert - auch in Deutschland. Ein Überblick.

Hamburg - Wer an Bill Gates denkt, denkt an Microsoft. Und wer an den Softwarekonzern denkt, bringt ihn noch immer mit Bill Gates in Verbindung. Dennoch gehören Gates und Microsoft nicht mehr so eng zusammen, wie mancher glauben mag - für Gates gibt es ein Leben außer Software.

Der reichste Mann der Welt twittert zum Beispiel häufiger über Entwicklungshilfe in Afrika als über die Zukunft des Cloud Computings. Und auch als Microsoft-Aktionär hat sich der Konzernmitgründer weitgehend zurückgezogen. Seit Jahren verkauft er Quartal für Quartal im Schnitt fünf Millionen Anteilsscheine, rund 80.000 an jedem Börsentag.

Dies hat jetzt dazu geführt, dass der 58-Jährige nicht mehr der größte Einzelaktionär des IT-Giganten ist.

Größte Anteilseigner: Ballmer vor Gates

Gates hält derzeit noch 330 Millionen Aktien von Microsoft Börsen-Chart zeigen, was einem Börsenwert von rund 13,1 Milliarden Dollar entspricht. Größter Aktionär des Konzerns ist inzwischen der im Februar zurückgetretene Ex-CEO Steve Ballmer, der aktuell 333 Millionen Microsoft-Aktien hält. Knapp dahinter folgen institutionelle Investoren wie Vanguard, State Street und Blackrock.

Für Gates macht dies finanziell indes keinen Unterschied. Denn auch jenseits von Microsoft weiß er, wie er sein Geld vermehren kann. Das zeigt nicht zuletzt das jährliche Ranking der reichsten Menschen der Welt, dass der Milliardär und Philanthrop seit diesem Jahr wieder anführt.

Mit einem von Bloomberg geschätzten Vermögen von 77,1 Milliarden Dollar (55,6 Milliarden Euro) liegt Gates aktuell vor dem mexikanischen Telekommunikationsunternehmer Carlos Slim und dem spanischen Textilmagnaten Amancio Ortega.

Doch wenn nur noch gut ein Sechstel des Reichtums von Bill Gates seinem Microsoft-Aktienbesitz entspringt, woher stammt dann der Rest?

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