Samstag, 16. Dezember 2017

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Gas bekommt zunehmend neue Konkurrenz So heizt Deutschland

Welche Energieträger werden in Deutschlands Neubauten zum Heizen genutzt? Unsere Grafik zeigt die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre.

Mehr Elektro-Wärmepumpen und mehr Fernwärme, dafür weniger Erdgas und nur noch in seltenen Fällen eine Ölheizung: So lässt sich die Entwicklung der vergangenen 10 Jahre beschreiben, wenn man der Frage nachgeht, auf welche Weise Neubauten in Deutschland beheizt werden. Elektro-Wärmepumpen und Fernwärme machen inzwischen fast die Hälfte (knapp 46 Prozent) des Anteils aus, wie die Grafik von Statista zeigt. Der Anteil von Ölheizungen in Neubauten ist inzwischen so gering, dass er kaum noch ins Gewicht fällt.

Damit haben Erdgas-Heizungen (45 Prozent Anteil in den ersten drei Quartalen 2016) immer noch den größten Anteil in deutschen Wohnungsneubauten. Der Anteil ist jedoch seit 2006, als er noch zwei Drittel betrug, deutlich gefallen. Die drei wichtigsten Wärmequellen im Wohnungsneubau sind demnach Erdgas, Fernwärme und Elektro-Wärmepumpen, die gemeinsam auf einen Anteil von rund 90 Prozent kommen.

Bei Wärmepumpen und Fernwärme hat sich der Anteil seit 2006 jeweils mehr als verdoppelt, wie Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft zeigen. Bei Holzpellets hat sich der Anteil vergleichsweise konstant auf rund 5 Prozent gehalten.

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