Freitag, 27. Mai 2016

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Gagfah-Übernahme zahlt sich aus Vonovia hebt Prognose an

Dax-Aufsteiger Vonovia: Der Wohnungskonzern strebt eine Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen an

Die Übernahme des Konkurrenten Gagfah zahlt sich für den größten deutschen Wohnungskonzern Vonovia rascher aus als erwartet. "Die Eingliederung der Gesellschaft wird bis Jahresende 2015 abgeschlossen sein. So können wir die Synergien schneller als erwartet heben", sagte Vonovia-Chef Rolf Buch am Dienstag. Dadurch könne der Dax-Neuling die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr anheben: Das Bochumer Unternehmen verspricht nun einen operativen Gewinn (FFO I) von 590 bis 600 Millionen Euro; das sind 20 bis 30 Millionen Euro mehr als bisher in Aussicht gestellt. Nach neun Monaten standen 432 (Vorjahr: 205) Millionen Euro zu Buche.

Die Vonovia-Aktionäre könnten für 2015 wie geplant mit einer Dividende von 94 Cent je Aktie rechnen. Im kommenden Jahr, wenn die Mieteinnahmen der in diesem Jahr übernommenen Gagfah, Südewo und Franconia voll in die Kassen von Vonovia fließen, soll das operative Ergebnis auf 690 bis 710 Millionen Euro steigen. Ende September bewirtschaftete die ehemalige Deutsche Annington Immobilien im Wert von 23,1 Milliarden Euro, das Portfolio ist damit fast doppelt so wertvoll wie ein Jahr zuvor.

Derzeit buhlt Vonovia um den kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen, dessen Vorstand die 14 Milliarden Euro schwere Offerte aber für zu niedrig hält. Zugleich steht Vonovia vor dem Verkauf von 20.000 Wohnungen im Westen und Norden Deutschlands. LEG Immobilien zahlt für 13.800 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen 600 Millionen Euro, wie das Düsseldorfer Unternehmen am Montagabend mitgeteilt hatte. Der Rest geht an einen nicht genannten Käufer. Mit dem Erlös will Vonovia seine Verschuldung reduzieren.


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ts/Reuters

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