Freitag, 22. Februar 2019

Bilanz verschoben Air Berlin verhandelt über Zukunft

Air Berlin: Mit Hilfe von Etihad über Wasser gehalten

Air Berlin steckt mitten in entscheidenden Verhandlungen über die Zukunft des Unternehmens und verschiebt deshalb die Veröffentlichung der Jahresbilanz um eine Woche.

Berlin - "Wir führen derzeit fortgeschrittene Gespräche über Optionen, die im Fall ihrer Umsetzung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben werden", teilte Deutschlands zweitgrößte Fluglinie mit. Ein Sprecher der Airline wollte sich nicht dazu äußern, welche Vorhaben das Unternehmen derzeit auslotet. Die für Donnerstag geplante Bilanzpressekonferenz wird auf den 27. März verschoben.

Analysten gehen davon aus, dass Air Berlin im vergangenen Jahr einen hohen Verlust eingeflogen hat. Der operative Jahresverlust (Ebit) dürfte den Prognosen zufolge zwischen 114 und 132 Millionen Euro liegen nach 70 Millionen Euro Gewinn im Jahr zuvor. Damals hatte die Airline von hohen Extraerlösen aus dem Verkauf ihres Vielfliegerprogramms an Großaktionär Etihad profitiert.

Der Lufthansa-Rivale hatte anlässlich der jüngsten Quartalsbilanz im November erklärt, dass Einmaleffekte und sonstige betriebliche Erträge nötig sind, um die vom Markt erwarteten Ergebnisse für 2013 auch nur annähernd zu erreichen.

In der Vergangenheit hatte Air Berlin auch Flugzeuge veräußert, um an Geld zu kommen. Bislang wurde das Unternehmen von Etihad finanziell über Wasser gehalten. Die schnell wachsende Fluglinie aus Abu Dhabi hält knapp 30 Prozent an den Berlinern. Mit rund 900 Arbeitsplätzen soll mit dem laufenden Sparprogramm rund jeder zehnte Job wegfallen.

ts/rtr/dpa-afx

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