Freitag, 9. Dezember 2016

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Pastakette stellt sich neu auf McKinsey-Mann wird Aufsichtsratschef bei Vapiano

Pastakette in schwierigen Zeiten: Vapiano erhofft sich vom langjährigen McKinsey-Direktor Thomas Tochtermann frische Ideen

Stühlerücken bei der kriselnden Restaurantkette Vapiano: Wie das manager magazin (Erscheinungstermin: 22. Januar) berichtet, hat der langjährige Vapiano-Chefkontrolleur Stephan Howaldt (49) sein Amt "auf eigenen Wunsch" niedergelegt. Auf ihn folgt der langjährige McKinsey-Direktor Thomas Tochtermann. Der 55-Jährige ist international erfahren, kennt sich bestens in der Konsum- und Lifestyle-Branche aus. Man freue sich auf die Expertise und frischen Anregungen, die der Wahl-Hamburger in das Gremium einbringen werde, heißt es aus der Bonner Pizza-Pasta-Kette.

Tochtermann war 30 Jahre bei McKinsey, seit 2014 arbeitet er als Advisor und Aufsichtsratsmitglied für internationale Consumer- und Modeunternehmen sowie internationale Institutionen.

Der neue Chefkontrolleur kommt in schwierigen Zeiten. Die einstige Kultmarke ist im vergangenen Jahr mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Mitarbeiter prangerten manipulierte Stundenzettel an. Ebenso warfen Vapiano-Beschäftigte dem Unternehmen vor, Haltbarkeitsdaten von Lebensmitteln verlängert zu haben. Vapiano hat die Vorwürfe überprüfen lassen, bestreitet systematische Missstände. Nicht nur wegen der Skandale ließ die Kundenzufriedenheit der Systemgastronomie-Kette zuletzt messbar nach. Auch die langen Wartezeiten verärgerten die Gäste zusehends.

Mit der Berufung Tochtermanns will Vapiano dem Negativtrend nun entgegenwirken. Ebenfalls neu in das Kontrollgremium rückt Gregor Gerlach. Der Vapiano-Gründer und Miteigentümer (hält 30 Prozent der Anteile) war bis September 2015 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Rigbert Fischer, Beteiligungsmanager der Fininvest Verwaltungs GmbH, vertritt künftig die Interessen der Wella-Erben Gisa und Hans-Joachim Sander (26 Prozent der Anteile). Einzige Konstante ist der stellvertretende Aufsichtsratschef Hinrich Stahl. Der Mayfair-Manager ist vom Tchibo-Erben und Vapiano-Großinvestor Günter Herz (44 Prozent der Anteile) in das Gremium geschickt worden.

Bereits seit September letzten Jahres ist der neue Vorstandsvorsitzende Jochen Halfmann (51) im Amt. Lesen Sie ab dem 22. Januar im neuen manager magazin, wie er die Restaurantkette wieder auf Kurs bringen will.


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