Freitag, 23. Juni 2017

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Fahrdienstvermittler Uber macht 708 Millionen Dollar Verlust in drei Monaten

Uber-Chef Travis Kalanick

Der umstrittene Fahrdienstvermittler schreibt tiefrote Zahlen. Trotzdem sieht sich Uber-Chef Travis Kalanick auf dem richtigen Weg. Früher seien die Verluste noch viel größer gewesen.

Der Fahrdienstvermittler Uber hat im ersten Quartal einen Verlust von 708 Millionen Dollar gemacht. Aus Sicht des Fahrdienstvermittlers zeigt der Trend damit klar nach oben, denn im Vergleich zum Vorquartal sank das Minus um 283 Millionen Dollar, wie das Unternehmen dem "Wall Street Journal" darlegte. Der Umsatz stieg demnach um 18 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

Vergleichswerte für den Vorjahreszeitraum lieferte die Firma nicht. Uber wird von Investoren mittlerweile mit mehr als 70 Milliarden Dollar bewertet, ist aber nicht börsennotiert und muss keine öffentlichen Finanzberichte vorlegen.

Zuletzt geriet das wegen seiner aggressiven Firmenkultur und Wachstumsstrategie umstrittene Unternehmen wegen verschiedener rechtlicher Konflikte und sogar Sexismus-Vorwürfen in die Kritik. Unterdessen kämpft Uber mit einem regelrechten Exodus von Managern. Die Firma ließ das "Wall Street Journal" nun wissen, dass Gautam Gupta, bislang für die Finanzen zuständig, im Juli zu einem anderen Start-up aus San Francisco wechseln werde.

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Auch der Entwicklungschef und Spezialist für autonome Autos, Anthony Lvandowski musste gehen. Der 37-Jährige steht im Zentrum des Rechtsstreits mit der Google-Schwesterfirma Waymo. Das Unternehmen wirft dem früheren Google-Manager in seiner Klage gegen Uber vor, er habe vor seinem Abgang beim Internetkonzern Tausende vertrauliche Dokumente mitgenommen.

Dem Blatt zufolge hat Uber in diesem Jahr bereits über ein Dutzend Führungskräfte verloren oder gefeuert.

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