Montag, 27. Juni 2016

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Implosion der IT-Stars in USA #RIPTwitter? Endspiel für Twitter-Chef Jack Dorsey

Jack Dorsey: Für den Twitter-Chef geht es mit den heutigen Quartalszahlen ums Ganze

Lange Zeit galt Twitter als Gegenentwurf zu Facebook: Ein Social Network, das in Echtzeit funktioniert. Rund zwei Jahre nach dem IPO ist nichts von dem Zauber geblieben. Die heutigen Quartalszahlen werden für Twitter-Chef Jack Dorsey zur Schicksalsbilanz.

Für Twitter-Aktionäre war es eine frühe Warnung: Pünktlich zum Börsengang im November 2013 veröffentlichte der New York Times Reporter Nick Bilton "Hatching Twitter" - eine schonungslose Insiderstory, die hinter die Kulissen eines der seinerzeit meistgehypten Internet-Unternehmen blickte. "Eine wahre Geschichte von Geld, Macht, Freundschaft und Verrat", übersetzte der deutsche Campus Verlag den Originaltitel und fügte auf dem Klapptext hinzu: "Aber ohne das Drama wäre Twitter wahrscheinlich nicht das Unternehmen, das es heute ist."

Gut zwei Jahre nach dem Erscheinen hätte Nick Bilton längst den Stoff für einen zweiten Teil zusammen: Vom großen Drama der Anfangstage hat Twitter nämlich nichts eingebüßt - bis heute geht es drunter und drüber beim 140-Zeichen-Dienst. Nur dass es inzwischen um die Existenz geht.

Fast ein Jahrzehnt nach dem ersten Tweet steht Twitters Zukunft, die zwischendurch so glänzend aussah, auf der Kippe. Die Aktie, die vor 12 Monaten noch bei rund 50 Dollar notierte, ist inzwischen unter die 15-Dollar-Marke gefallen. Seit Jahresbeginn 2016 beträgt das Minus knapp 40 Prozent - inmitten der Verkaufswelle, welche die Ex-Börsenlieblinge der Wall Street erfasst hat, ist Twitter neben Tesla einer der größten Verlierer.

Für beide Unternehmen werden die heutigen Quartalszahlen eine Weichenstellung sein. Doch für Twitter und CEO Dorsey geht es um noch viel mehr.

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