Samstag, 23. März 2019

Zwischen Mindestlohn und 500.000 Euro Preisgeld Das verdienen Tour-de-France-Fahrer

3. Teil: Wie die Top-Löhne zustande kommen

Froomes einstiger "super domestique", der Australier Richie Porte

Die Preise, die Fahrer aufrufen können, sind laut Insidern und Berichten in Radsportmedien stark marktgetrieben. Zwar hätten die Sportler wie in jedem anderen Profisport Berater, die für ihre Klienten Optima herauszuholen versuchten, letztlich müsse aber jeder Sportler mit erfolgreichen Auftritten selbst Argumente für mehr Geld liefern. Wer eine oder gar mehrere Millionen Euro verdienen wolle, müsse dafür schon einen Sieg bei den Klassikern des Radsports - traditionsreichen Rennen wie der "Hölle des Nordens" von Paris nach Roubaix - in seinen "Palmarès", der Auflistung seiner Erfolge, stehen haben, so ein Agent gegenüber "Sky Sports".

Besonders spannend wird das Spiel von Angebot und Nachfrage, wenn die Edelhelfer der Teams, im französischen Jargon der Szene "super domestiques" genannt, so gut fahren, dass sie bei anderen Teams auch selbst als Kapitäne antreten könnten. Mit dem Australier Richie Porte und dem Spanier Mikel Landa hat etwa Team Sky in den vergangenen Jahren gleich zweimal solche Edelhelfer ziehen lassen - die hohen Gagen der Sky-Fahrer dürften entsprechend auch mit der Abwehr von Abwerbeversuchen anderer Teams zu erklären sein.

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