Freitag, 28. Juli 2017

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Top Consultants - die Top 10 Die besten Berater für den Mittelstand

Top-Consultants 2017: Die besten Berater für den Mittelstand
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Cordes Rieger Consulting

Unternehmensberater fassen inzwischen auch im Mittelstand Fuß. Der Wettbewerb Top Consultants kürt die Besten ihrer Zunft. manager-magazin.de präsentiert die Gewinner exklusiv.

Kliniksterben, Digitalisierung, Kostenexplosion - der Gesundheitssektor ist im permanenten Umbruch. Gute Zeiten für Unternehmensberater also. Gleich drei von ihnen finden sich unter den Siegern des diesjährigen Rankings im Wettbewerb Top Consultants für den Mittelstand. LinkCare unterstützt seine Kunden bei der Einführung neuer Produkte in die gesetzliche Krankenkasse. H.U.G berät niedergelassene Ärzte. Klinikon hilft Krankenhäusern bei der Optimierung ihres Kostenmanagements.

Das Berater-Ranking
Insgesamt 14.000 Berater tummeln sich auf dem unübersichtlichen Markt für Mittelstandsberatung. Für Orientierung sorgt der jährliche Wettbewerb Top Consultant. Dietmar Fink, Professor für Unternehmensberatung und -entwicklung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, und sein Team befragen je nach Größenklasse jeweils zehn bis 20 Kunden der teilnehmenden Firmen. Alle Companies, die die Note B oder besser erhalten, dürfen das Top Consultant-Siegel tragen. Informationen zu den in 2017, dem achten Jahr des Wettbewerbs, prämierten 96 Firmen können unter www.beste-mittelstandsberater.de eingesehen werden.

96 Unternehmen erhalten auf dem 4. Deutschen Mittelstands-Summit in Essen das begehrte Siegel aus der Hand des Ausrichters compamedia; die besten zehn werden zusätzlich in einem Ranking gelistet, das manager magazin exklusiv veröffentlicht. Als Mentor des Wettbewerbs würdigt der frühere Bundespräsident Christian Wulff die erfolgreichen Berater.

Die wissenschaftliche Leitung - Studienautor Dietmar Fink von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und sein Team - haben die Professionalität der Unternehmen in elf Kategorien bewertet und zusätzlich das Urteil von Klientenunternehmen abgefragt. "So erhalten wir einen unverstellten Blick auf die Qualitäten des Unternehmens in seiner Gesamtheit. Schließlich hängt der Erfolg in der Regel ja von den einzelnen Beratern ab. Wenn aber eine Vielzahl von Kunden, die mit ganz unterschiedlichen Mitarbeitern eines Beratungshauses zusammengearbeitet haben, ein positives Urteil fällt, dann stimmt die Qualität", sagt Fink.

Die Top Consultants haben im Schnitt 2016 rund 23 Mio Euro Umsatz erzielt, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bäume wachsen allerdings derzeit nicht in den Himmel. Im Vorjahr wurden immerhin noch neun Prozent erzielt. Auch das Klientenwachstum ist mit 13 Prozent ordentlich, war aber schon mal deutlich besser: 2014 etwa legten alle Top Consultants zusammen um ganze 25 Prozent zu.

Je nach Segment verteilt sich die unternehmerische Fortüne sehr unterschiedlich. Spitzenreiter im Gesamtfeld sind die Personalberater, die seit Jahren kontinuierlich zweistellig wachsen und auch gegenüber 2015 wieder fast ein Fünftel zugelegt haben.

Technische Beratungen konnten ihr Umsatzvolumen noch um 15 Prozent steigern (2015: 29 Prozent).

Managementberatungen entwickelten sich seitwärts mit sieben Prozent Wachstum (2015: neun Prozent). IT-Beratungen stagnierten im Vergleich zum Vorjahr. Organisationsentwickler haben zuletzt sogar zwei Prozent Umsatz eingebüßt.

Maschinen- und Anlagenbau, Auto, Konsumgüter / Handel und die Gesundheitsindustrie fragen den Löwenanteil der Beratungsdienstleistungen nach.

Parallel zum Umsatzwachstum hat auch die Anzahl der Projekte der Top Consultants 2016 gegenüber Vorjahr insgesamt um 14 Prozent zugenommen, mit Ausnahme der Organisationsberater: Sie zogen zwei Prozent weniger Projekte an Land als im Vorjahr.

Die Unterschiede in der Geschäftsentwicklung spiegeln sich in der Zahl der Mitarbeiter. Headhunter und Techniker banden überdurchschnittlich viele neue Leute an sich (Personalberater plus 10 Prozent, Techniker plus 20 Prozent). Managementberater bauen seit Jahren im einstelligen Bereich Mitarbeiter ab. Im Gesamtfeld blieb der Personalbedarf gleich. Ein Viertel aller Beschäftigten sind Freelancer.

84 Prozent aller Top Consultants haben ein Studium abgeschlossen, überwiegend BWL und VWL, Ingenieurwesen und Informatik.

Nahezu die Hälfte aller Top Consultants in leitender Position hat zuvor mehr als fünf Jahre beratungsfremd gearbeitet. Ein Drittel aller Berater mit Führungsaufgaben besitzt immerhin bis zu zwei Jahren Erfahrung außerhalb des Consulting-Sektors, unter den IT-Experten ist es sogar jeder Zweite. Allerdings war auch jeder dritte leitende Top Consultant noch nie außerhalb der Beratungswelt tätig.

Der Tagessatz pro Berater liegt im Schnitt bei knapp 1500 Euro. Managementberater kassieren 1600 Euro; IT-Berater liegen nur bei knapp 1100 Euro.

Pro Projekt erzielten die Top Consultants im Schnitt rund 64.000 Euro Umsatz; Spitzenverdiener sind die IT-Beratungen mit um die 100.000 Euro pro Projekt. Entsprechend stellen sich die Umsätze pro Partner dar: Bestverdiener sind die IT-Berater mit rund 5,5 Mio Euro Jahresumsatz pro Partner; Partner in der Managementberatung kommen auf rund 1,5 Mio Euro.

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