Samstag, 24. Juni 2017

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Top Consultants: die Top 10 für den Mittelstand Die besten Berater für den Mittelstand

Top-Consultants 2016: Die besten Berater für den Mittelstand
Fotos
KD Busch / Compamedia

Auch im Mittelstand wächst die Offenheit für die Dienste der Unternehmensberater. Die besten Consultants für den Mittelstand kürt der Wettbewerb Top Consultant. manager-magazin.de präsentiert die zehn Bestplatzierten exklusiv.

Das Berater-Ranking
Insgesamt 14.000 Berater tummeln sich auf dem unübersichtlichen Markt für Mittelstandsberatung. Für Orientierung sorgt der jährliche Wettbewerb Top Consultant. Dietmar Fink, Professor für Unternehmensberatung und -entwicklung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, und sein Team befragen jeweils zehn Kunden der teilnehmenden Firmen. Alle Companies, die die Note B oder besser erhalten, dürfen das Top Consultant-Siegel tragen. Informationen zu den in 2016, dem siebten Jahr des Wettbewerbs, prämierten 87 Firmen können unter www.beste-mittelstandsberater.de heruntergeladen werden.

Eine klassische Strategieberatung, ein Krankenhaus-Dienstleister und ein Coaching-Unternehmen - sie könnten unterschiedlicher nicht sein, die Sieger des diesjährigen Rankings im Wettbewerb Top Consultants für den Mittelstand. 87 Unternehmen erhalten auf dem 3. Deutschen Mittelstands-Summit in Essen das begehrte Siegel aus der Hand des Ausrichters Compamedia; die besten zehn werden zusätzlich in einem Ranking gelistet. Als Mentor des Wettbewerbs würdigt der frühere Bundespräsident Christian Wulff die erfolgreichen Berater.

Studienautor Dietmar Fink von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und sein Team haben in einer umfangreichen Befragung die Professionalität der Firmen und die Zufriedenheit ihrer Kunden ermittelt. Der Faktor Professionalität erfasst die fachliche Kompetenz, die Seriosität und die Gewandtheit im Umgang mit mittelständischen Klienten. Das Kriterium Zufriedenheit fragt ab, ob der Klient weitere Aufträge an den Berater vergeben und ihn weiterempfehlen würde.

Die Top Consultants bringen es im Schnitt auf 9,5 Millionen Euro Umsatz im Jahr; ihre Umsätze sind nach einer branchenweiten Delle in 2013 zuletzt wieder um zwölf Prozent gestiegen. Am besten verdient wird im Maschinen- und Anlagenbau, in der Auto- und deren Zulieferindustrie sowie in Gesundheitswesen und Pharmazie. Die Mitarbeiterzahl liegt im Schnitt bei 64, das Wachstum im Bereich der Festangestellten ist mit 11 Prozent in 2015 ordentlich, war aber schon mal besser (2012: 20 Prozent). Jeder fünfte Beschäftigte ist ein Freelancer.

Fast die Hälfte (46 Prozent) der Top Consultants hat mehr als fünf Jahre Berufserfahrung.

Frauen sind in der Geschäftsführung deutlich unterrepräsentiert, bei drei Viertel der ausgezeichneten Unternehmen liegt ihre Anzahl zwischen null und 19 Prozent. "Viele Top Consultants stammen aus dem Bereich Technik und IT", so Studienautor Fink, "und das sind immer noch Männerdomänen."

Die durchschnittlichen Tagessätze pro Berater liegen bei 1.548 Euro, im Support werden 700 Euro abgerechnet. Ein Projekt bringt im Schnitt knapp 92.000 Euro, ein Berater erwirtschaftete 2015 im Schnitt einen Umsatz von 182.600 Euro, Partner oder Geschäftsführer lagen bei knapp 2,3 Millionen Euro. Nach einigen schwierigen Jahren mit erheblichem Kostendruck zeigen sich die Vergütungen nun stabil bis steigend. Fink: "Im Schnitt erzielen die Mittelstandsberater zwar nur die Hälfte der Honorare der Consulting-Riesen, doch Spitzenberater erhalten durchaus auch Spitzenhonorare."

Keine Veränderungen gab es bei der Anzahl der Projekte und Klientenunternehmen. Auch dies ist kein Krisenzeichen, im Gegenteil: "Die Zahl der Projekte stagniert, aber der Durchschnittsumsatz pro Projekt nimmt zu. Da spiegelt sich ein geändertes Vergabeverhalten auf Klientenseite", erläutert Beratungs-Analyst Fink: "Projekte werden nicht mehr so stark gestückelt wie in der Vergangenheit, sondern als größeres Gesamtpaket in eine Hand vergeben."

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