Samstag, 15. Dezember 2018

Die einflussreichsten Business-Frauen Die 100 Top-Frauen der deutschen Wirtschaft

Überblick: Die Top-Frauen der deutschen Wirtschaft
BASF

manager magazin und die Boston Consulting Group zeichnen die einflussreichsten Akteurinnen aus. Zur Frau des Jahres wurde Saori Dubourg gekürt, Vorstand für Pflanzenschutz und Bauchemie bei der BASF.

Eine Topmanagerin der BASF führt in diesem Jahr die Liste der 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft an. Saori Dubourg, seit Mai Vorstand für Pflanzenschutz und Bauchemie bei BASF Börsen-Chart zeigen , ist von einer Jury des manager magazins und der Unternehmensberatung Boston Consulting Group als Prima inter Pares gewählt worden.

Der Kreis der 100 Finalistinnen setzt sich aus Managerinnen und Aufsichtsräten in großen Konzernen, Familienunternehmen sowie Start-ups zusammen sowie aus bedeutenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur. Die Liste wird im dritten Jahr erstellt und im neuen manager magazin veröffentlicht, das seit Freitag (15. Dezember) im Handel ist.

Zu den 100 Finalistinnen gehören Douglas-CEO Tina Müller, Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende des Hamburger Hafenbetreibers HHLA, Britta Seeger, Vertriebsvorstand für die Marken Mercedes und Smart bei Daimler, sowie Rachel Empey, Finanzvorstand bei Fresenius.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden deutsche Spitzenmanagerinnen im Ausland, unter ihnen Carla Kriwet, Vorstand für den Bereich Patientenüberwachung und Digitalisierung bei Philips, und Birgit Behrendt, Einkaufvorstand bei Ford, sowie Wissenschaftlerinnen wie die Soziologin Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

Führungsposition und Familie: Dubourg ist Rollenvorbild

BASF-Vorstand und Prima inter Pares Saori Dubourg ist auch ein Rollenvorbild für Frauen, die eine Führungsposition mit einer Familie vereinbaren wollen. Die in Augsburg geborene Halbjapanerin hat mit Kind (und Mann) mehrere Auslandsentsendungen angetreten und wünscht sich, dass das Vereinbarkeits-Thema in Deutschland endlich eine "gewisse Natürlichkeit" erlangt. Begrüßenswert sei, dass in vielen modernen Familien "beide Partner Verantwortung für die Familie wahrnehmen."

Eine hochkarätige Jury aus Wirtschaftspraktikern hat die Auswahl getroffen. Zum Auswahlgremium gehörten Multiaufsichtsrat Werner Brandt (RWE/ProSiebenSat.1), Siemens-Personalvorstand Janina Kugel, Burda-Managerin Stephanie Czerny, Personalberater Christoph Zeiss, Professorin Isabell Welpe von der Technischen Universität München, der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium Ralf Kleindiek sowie Carsten Kratz, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group, und manager-magazin-Chefredakteur Steffen Klusmann.

Henkel im "Gender Diversity Index" vor HHLA auf Platz 1

Die Bedingungen für Frauen in Führungspositionen der 100 wichtigsten börsennotierten Unternehmen untersucht der "Gender Diversity Index", den die Boston Consulting Group exklusiv für manager magazin erstellt hat. Die BCG-Analyse zeigt, wie viele Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der Unternehmen zu finden sind und wie sie im Verhältnis zu ihren männlichen Kollegen bezahlt werden.

An Rang eins steht Henkel mit 77 Punkten. Der Düsseldorfer Konzern weist 44 Prozent Frauenanteil im Kontrollgremium auf, an der Spitze steht ebenfalls eine Frau: Familienoberhaupt Simone Bagel-Trah. Die Aufseherinnen kommen auf 98 Prozent der Durchschnittsvergütung der Männer. Henkels Personalvorstand Kathrin Menges (53) erhielt 2016 rund 3,7 Millionen Euro Jahresgehalt, 1,6 Millionen Euro mehr als die deutsche Durchschnittsvorständin.

An Platz zwei folgt die HHLA mit 76 Punkten, an Rang drei steht der Ruhr-Konzern Evonik mit 74 Punkten.

Die Masse der untersuchten Unternehmen steht deutlich schlechter da, sie kommen im Schnitt auf 41 Punkte. Nur drei der 100 wichtigsten deutschen Aufsichtsräte werden von Frauen geleitet, zwei Drittel aller Vorstandsetagen haben kein weibliches Mitglied. In der Bezahlung klafft eine deutliche Lücke zwischen Männern und Frauen, die auch nicht ganz verschwindet, wenn man die (überwiegend männlichen) Vorstandsvorsitzenden aus der Analyse herausnimmt.

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