Freitag, 22. September 2017

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Ein streitbarer Investor und 22.000 Stahlarbeiter Der Fünfer-Kampf um die Zukunft von ThyssenKrupp

An diesen fünf hängt die Zukunft von ThyssenKrupp.

Der Dax-Konzern ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen hat einige turbulente Jahre hinter sich, die Milliardenflops in Brasilien und den USA sowie umfangreiche Umstrukturierungen nebst Personalwechseln an der Spitze inklusive - jetzt steht eine schicksalhafte Entscheidung vermutlich unmittelbar bevor: Was wird aus der Stahlsparte des traditionsreichen Industrieriesen?

Die Ausgangslage erscheint einfach, jedenfalls auf den ersten Blick: Seit zwei Jahren verhandelt ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel über eine Fusion im Stahlbereich. Das Stahlgeschäft, das zum Umsatz des Ruhr-Konzerns ohnehin nur noch ein Fünftel beiträgt, verlief in den vergangenen Jahren angesichts schwächelnder Stahlpreise schwierig. Eine Ausgliederung in ein Joint Venture mit Tata, so womöglich Hiesingers Kalkül, könnte den Koloss ThyssenKrupp insgesamt stabilisieren und zudem unzufriedene Anteilseigner besänftigen. Schließlich entwickelte sich auch der Aktienkurs des Unternehmens in den vergangenen Jahren nicht immer erfreulich.

Vor wenigen Tagen konnte manager-magazin.de dann den Durchbruch melden: Ein Treffen zwischen Hiesinger und Tata-Eigner Ratan Tata persönlich hatte zum Erfolg geführt, der Abschluss des Deals steht daher offenbar unmittelbar bevor. Schon eine Aufsichtsratssitzung Ende September, am Wochenende der Bundestagswahl, könnte die Entscheidung bringen. Doch wird es so kommen? Das hängt auch davon ab, wie sich verschiedene Parteien zu dem Vorhaben stellen, von den wichtigsten ThyssenKrupp-Anteilseignern über die Belegschaft des Konzerns bis hin zu Gewerkschaften und Politik.

Hier daher der Überblick: Wer will eigentlich was im Zerren um ThyssenKrupps Stahlgeschäft?

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