Samstag, 16. Dezember 2017

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Großaktionär attackiert Hiesinger Cevian erhöht Druck auf ThyssenKrupp

Kritik an ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger: "Die Strategie hat bisher nicht das geliefert, was man versprochen hat"

Vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks des Großaktionärs Cevian auf den Industriekonzern Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen könnten die Papiere am Freitag an ihre Vortageserholung anknüpfen. Hinzu kamen positive Analystenkommentare. So stufte die Investmentbank Merrill Lynch die Papiere laut einem Händler auf "Kaufen" hoch. Zudem senkte zwar die Schweizer Bank Credit Suisse das Kursziel von 33 auf 32 Euro, beließ es aber beim "Outperform"-Votum belassen.

Die Thyssenkrupp-Aktien gewannen am Morgen weitere knapp 2 Prozent zu. Am Donnerstag waren sie auf Xetra um knapp 4 Prozent gestiegen, nachdem der Dax -Konzern für das gerade angelaufene Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung aller wichtigen Kennziffern in Aussicht gestellt und von Fortschritten bei der geplanten Stahl-Fusion gesprochen hatte.

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Bild: REUTERS

Lars Förberg, Mitgründer des Investors Cevian, der dafür bekannt ist, sich aktiv in die Firmenpolitik einzumischen, griff Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger nach der Vorlage der Jahreszahlen dennoch frontal an. "Die Strategie hat bisher nicht das geliefert, was man versprochen hat", sagte Förberg dem "Handelsblatt". Er forderte Hiesinger auf, nach der geplanten Fusion des europäischen Stahlgeschäfts mit einem Konkurrenten Tata weitere Schritte zu unternehmen.

Cevian ist seit September 2013 an Thyssenkrupp beteiligt und hält nach zwischenzeitlichen Anteilsaufstockungen aktuell mehr als 15 Prozent der Thyssenkrupp-Aktien.

la/dpa

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