Donnerstag, 21. September 2017

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Tech-Absturz nach Trump-Triumph Warum Apple, Amazon und Alphabet jetzt zittern müssen

Amazon-Chef Jeff Bezos: Dumm gelaufen, die Sache mit der Rakete
DPA/ Blue Origin
Amazon-Chef Jeff Bezos: Dumm gelaufen, die Sache mit der Rakete

Amazon-Chef Jeff Bezos hätte den künftigen Präsidenten Donald Trump am liebsten auf den Mars geschossen. Bezos hatte Trump im Wahlkampf einen Platz in seiner Rakete "Blue Origin" versprochen - allerdings nur ein One-Way-Ticket. Nun, nach Trumps Triumph, schaltete Bezos auf Umkehrschub: "Ich für meinen Teil bin unvoreingenommen und wünsche ihm einen großen Erfolg im Dienste des Landes", twitterte Bezos nach Trumps Wahlsieg.

Auch Apple-Chef Tim Cook war mäßig begeistert und wählte Worte aus dem Grundkurs für Schadensbegrenzung: "Der einzige Weg vorwärts zu kommen, ist gemeinsam vorwärts zu gehen", schrieb Cook am Wochenende an seine Mitarbeiter. Und Facebook-Chef Mark Zuckerberg rief dazu auf, an der Welt zu arbeiten, "die wir uns für unsere Kinder wünschen". Diese Aufgabe sei "größer als jede Präsidentschaft".

Das Silicon Valley und Donald Trump - das sieht derzeit nicht nach dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft aus. Im Valley war Trump auf überwältigende Ablehnung gestoßen - nur der deutschstämmige Internet-Milliardär Peter Thiel setzte auf Trump. Alle anderen High-Tech-Größen warfen Trump Inkompetenz vor. Trump hingegen kritisierte Konzerne wie Apple Börsen-Chart zeigen, Alphabet Börsen-Chart zeigen und Amazon Börsen-Chart zeigen in seinen Wahlkampfreden offen wegen ihrer Steuerpolitik.

Favoritenwechsel an der Wall Street: Raus aus Techtiteln, rein in Banken

An der Börse zählten die erfolgsverwöhnten Technologiewerte zu den wenigen, die nach dem Überraschungssieg Trumps abgestraft wurden. Während der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen auf ein neues Rekordhoch kletterte, verzeichneten Amazon Börsen-Chart zeigen , Apple Börsen-Chart zeigen , die Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigen , und Facebook Börsen-Chart zeigen seitdem deutliche Verluste. Amazon-Chef Jeff Bezos verlor binnen 3 Tagen mehr als 1 Milliarde Dollar an Vermögen und musste Trump-Gewinner Warren Buffett im Reichstenranking wieder an sich vorbeiziehen lassen.

An der Wall Street findet ein Favoritenwechsel statt. Anleger verkaufen Technologiewerte und bringen die in den vergangenen Monaten aufgelaufenen Gewinne in Sicherheit. Die neuen Lieblinge der Wall Street sind nun die Bankentitel und die Bauwerte, die von Trumps geplanter Deregulierung sowie von dem milliardenschweren Infrastrukturprogramm profitieren sollen. Die einstigen Wall-Street-Lieblinge Apple Börsen-Chart zeigen und Amazon Börsen-Chart zeigen verzeichneten dagegen auch am Montag deutliche Verluste.

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