Freitag, 27. Mai 2016

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Praktischer Tipp Wie sich Vermieter Grundsteuer zurückholen können

Wohnungen in Köln: Wer zu wenig Miete einnimmt, kann Steuern zurückfordern

Eine Wohnung zu vermieten ist zwar zurzeit vielerorts kaum ein Problem, es gibt aber dennoch Orte, in denen hoher Leerstand herrscht. Vermieter in solchen Gegenden sollten sich in diesen Tagen mit Paragraf 33 des Grundsteuergesetzes auseinandersetzen: Demzufolge haben sie unter bestimmten Umständen die Möglichkeit, bereits gezahlte Grundsteuer für 2015 zurückzuerhalten.

Wie das geht, wird auf der Website Steuertipps.de anschaulich beschrieben: Demnach sieht das Gesetz vor, dass Vermieter, deren Wohnung leer steht, einen Teil der Grundsteuer zurückerhalten. Gleiches gilt für den Fall, dass die Mieteinnahmen deutlich unter dem örtlich Möglichen liegen. Voraussetzung ist allerdings in beiden Fällen, dass der Vermieter die Einnahmeeinbußen nicht selbst verschuldet haben darf. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn er eine abschreckend hohe Miete fordert und deshalb niemand bei ihm einziehen will.

Sind diese Bedingungen erfüllt, so gilt laut Grundsteuergesetz, Paragraf 33, folgende Regelung:

  • Liegen die Mieteinnahmen mehr als 50 Prozent unter den Möglichkeiten, reduziert sich die Grundsteuer um ein Viertel.
  • Ist überhaupt keine Miete geflossen, besteht Anspruch auf Rückzahlung von 50 Prozent der Grundsteuer.

Laut Steuertipps.de reicht zur Rückforderung von Grundsteuern ein formloses Schreiben, das in Stadtsaaten ans Finanzamt und in Flächenländern an die jeweilige Gemeinde zu senden ist. Vermieter sollten die Sache allerdings nicht auf die lange Bank schieben - letzter Stichtag für den Antrag ist den Fachleuten zufolge der 31. März.


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