Sonntag, 19. November 2017

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Deutsche Start-ups Diese deutschen Gründer fordern die Nahrungs-Multis heraus

Start-ups: Deutsche Nahrungs-Rebellen
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Foodist

Nach Fintech und E-Commerce: Immer mehr Start-ups drängen in die Nahrungsmittelproduktion.

Bier mit Käsekuchengeschmack oder Insekten mit Bananenketchup: Alexander Djordjevic ist so einiges gewohnt. In der Zentrale von Foodist mit bestem Blick auf das Hamburger Kreuzfahrtterminal türmen sich Kartons mit den Erzeugnissen von Start-ups aus der ganzen Welt. Djordjevic verkauft trendige Produkte online, stellt seinen Abo-Kunden Boxen mit Neuheiten zusammen und übernimmt für ausländische Start-ups die Vermarktung in der Offline-Welt des deutschen Einzelhandels.

Die Zeiten, als er über Wochenmärkte bummeln und Supermärkte in London und New York durchstöbern musste, sind lange vorbei. Unzählige Produktproben landen ungefragt bei ihm an. Oft ist vieles dabei, was nicht mal seine 55 Mitarbeiter so recht probieren wollen. "Die Szene ist unheimlich bunt", sagt Djordjevic. "Von der Mutter mit zu viel Zeit, über den Sternekoch mit Ideen für einen Nebenverdienst bis hin zu Menschen, die einfach etwas gründen, weil eine Gründung heute für den Lebenslauf wichtiger ist als ein paar Monate bei einer Unternehmensberatung."

Immer mehr Gründer drängen in die hart umkämpfte Nahrungsmittelindustrie. Selbst Online-Händler Foodist baut gerade eine Eigenmarke auf, um weiter in die Wertschöpfungskette vorzudringen. Für das nötige Kapital sorgt der Werbekonzern Ströer, an den Gründer und CEO Djordjevic vor rund einem Jahr seine Firma verkauft hat. Auch wenn ihm der Traum verwehrt bleibt, einmal die Börsenglocke zu läuten, Nahrungsmittelmultis wie Nestlé und Danone sind unlängst alarmiert. Warum, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des manager magazins.

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