Dienstag, 24. Oktober 2017

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Zwei konkrete Kaufangebote Für Stada wird es ernst

Umgarnt: Stadas Vorstandschef Matthias Wiedenfels.

Im Ringen um Stada haben Finanzinvestoren Insidern zufolge zwei Übernahmeangebote über je 3,7 Milliarden Euro für den Arzneimittelhersteller vorgelegt. Ein Konsortium aus Advent und Permira sowie eines aus Bain Capital und Cinven böten wie erwartet je 58 Euro pro Stada-Aktie, wie mehrere mit der Sache vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Dazu sollen die Aktionäre die Dividende für 2016 erhalten, die Stada auf 72 Cent festgelegt hatte. Zuvor hatte die "Financial Times" ("FT") über die Bestätigung der Offerten berichtet. Beide Angebote seien - wie von Stada gefordert - voll finanziert, sagten die Insider.

Der Aufsichtsrat von Stada werde am Mittwoch über die Angebote beraten. In Finanzkreisen wird erwartet, dass der hessische Arzneimittelhersteller mit beiden Bietergruppen weiter verhandelt. Ein wichtiges Datum ist die Bilanzpressekonferenz am kommenden Donnerstag, den 23. März. Dort wird mit weiteren Details von Vorstandschef Matthias Wiedenfels gerechnet.

Advent und Bain hatten bereits vorher je 58 Euro in Aussicht gestellt, Cinven war - zunächst allein - mit 56 Euro ins Rennen gegangen. Der "FT" zufolge stellen beide Konsortien eine Erhöhung des Preises in Aussicht, wenn eine finale Prüfung der Bücher möglich sei. Die Finanzinvestoren und Stada wollten sich dazu nicht äußern.

Reuters, soc

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