Samstag, 23. September 2017

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Siemens und FC Bayern kooperieren Zwei Champions aus Bayern rücken zusammen

Bayern-Präsident Uli Hoeness (r) und Siemens-Chef Jo Kaeser verkünden eine dreijährige Partnerschaft
Bongarts/Getty Images
Bayern-Präsident Uli Hoeness (r) und Siemens-Chef Jo Kaeser verkünden eine dreijährige Partnerschaft

Deutschlands Fußball-Rekordmeister FC Bayern München und Siemens wollen in den kommenden drei Jahren eng zusammenarbeiten. Das verkündeten der Club und der Technologiekonzern am Montag in München. Dabei soll es um weit mehr als eine herkömmliche Sponsoring-Beziehung gehen. Die neue Allianz umfasst auch die erfolgreichen Basketballer des Vereins.

Mit Beginn der neuen Spielzeit wollen die beiden Partner gemeinsam an konkreten Technologien und digitalen Produkten arbeiten. Insbesondere software- und cloudbasierte Services in den Bereichen Energietechnik, Gebäudetechnik und Sicherheitstechnik sowie Mobilitätslösungen im öffentlichen Nahverkehr und Verkehrsleitsysteme sollen bei der Partnerschaft eine große Rolle spielen.

So wird Siemens unter anderem das Gebäude- und Energiemanagement der Bayern-Liegenschaften übernehmen, insbesondere der Allianz-Arena in München. Zugleich soll Siemens Healthineers, das separat geführte Healthcare-Geschäft des Konzerns, exklusiver Medizintechnikpartner des FC Bayern werden. Siemens Healthineers werde unter anderem das Trainingsgelände des FC Bayern und die Allianz Arena mit modernsten Medizintechniklösungen für die Profis ausstatten.

Siemens erhofft sich mehr internationale Präsenz durch den Fußball

"Wir werden mit unseren Technologien und Digitalisierungswissen den Verein unterstützen, seinen Erfolg national wie international weiter ausbauen. Moderner Spitzensport braucht Spitzentechnologien", sagte Siemens-Chef Joe Kaeser. Dank des Fußball-Booms in China, im Mittleren Osten und in den USA verspricht sich Siemens über die Zusammenarbeit vor allem mehr Präsenz bei den Kunden. So hatte der FCB kürzlich erst ein Büro in Shanghai eröffnet - mit großem Zulauf.

Uli Hoeneß, Aufsichtsratschef der Bayern München AG und Präsident des Clubs, zeigte sich offen für eine noch weitergehende Partnerschaft, gar einen Einstieg des Konzerns bei dem erfolgreichsten deutschen Fußballclub: Neben den Anteilseignern Allianz, Audi und Adidas gebe es "noch Platz", und Siemens wäre dafür ein geeigneter Kandidat, so Hoeneß.

Hier allerdings trat der Siemens-Chef etwas auf die Bremse: Es gelte abzuwarten wie sich die neue Partnerschaft entwickele. Erst dann könne man den nächsten Schritt angehen. Siemens sei ein auf Geschäftskunden spezialisiertes Unternehmen, daher sei ein klassisches Sponsoring für das Unternehmen keine Option, so Kaeser.

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rei

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