Dienstag, 26. März 2019

Samsung kooperiert mit Fake-Marke Samsungs supremer Fehlgriff

Frau mit Supreme-Mütze: Die New Yorker Kultmarke schlägt sich mit Plagiatoren herum - und Samsung mischt mit
Getty Images
Frau mit Supreme-Mütze: Die New Yorker Kultmarke schlägt sich mit Plagiatoren herum - und Samsung mischt mit

Es ist ein Deal, der zu gut klingt, um wahr zu sein. Und der das Zeug hat, einige Manager den Job zu kosten. Als der südkoreanische Technologiekonzern Samsung am Montag in China die Kooperation mit der Kultmarke Supreme verkündete, dauerte es nicht lange, bis Beobachtern erste Zweifel kamen.

Supreme - die New Yorker Kultmarke, die massiv auf das Prinzip Verknappung setzt und bei ihren Kooperationen extrem wählerisch vorgeht, tut sich mit Samsung zusammen? Eröffnet einen Flagship-Store in Peking? Und nimmt an einer Mercedes-Benz-Modenschau in Peking teil?

Die Aufklärung aus New York ließ nicht lange auf sich warten: Nein, man sei keine Zusammenarbeit mit Samsung eingegangen, eröffne auch keinen Laden in Peking. Und nein: Das mit der Modeschau sei auch Quatsch - vollkommen aus der Luft gegriffen - offenbar von einer Fälscherorganisation, ließen die sonst eher wortkargen Markenmacher von Supreme wissen.

Fälscherorganisation würde man bei Samsung eher nicht sagen. Eher Supreme-Alternative. Dass sie den Vertrag nicht mit dem in den 90er Jahren gegründeten Kultlabel Supreme geschlossen hatten, das es von einer Skatermarke bis heute zu einem Kultlabel mit Milliardenbewertung gebracht hat, war den Samsung-Verantwortlichen offenbar durchaus bewusst.

"Die Marke mit der wir zusammenarbeiten ist Supreme Italia, nicht Supreme USA", zitierten Medien einen verantwortlichen Marketingmanager von Samsung China. Supreme USA habe - anders als Supreme Italia- gar keine Verkaufslizenz in China.

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