Dienstag, 28. Juni 2016

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Lufthansa-Konkurrentin gibt Schub Ryanair verdoppelt Gewinn und bekräftigt Prognose

Billigflieger: Ryanair bleibt zuversichtlich

Eine Gewinnverdoppelung im Weihnachtsgeschäft stimmt Ryanair zuversichtlich. Trotz fallender Ticket-Preise bekräftigte Europas größter Billigflieger seine erst im September deutlich angehobene Jahresprognose. "Wir rechnen damit, dass das Niedrigpreis-Umfeld auf absehbare Zeit bleibt", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Montag. Nur im wichtigen Sommergeschäft werde dies nicht so stark ausfallen.

Im abgelaufenen Quartal bis Ende Dezember kletterte der Überschuss auf 103 Millionen Euro von 49 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie die irische Fluggesellschaft mitteilte. Der Umsatz sei um 17 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro gestiegen.

An der Londoner Börse verteuerten sich Ryanair-Aktien Börsen-Chart zeigen um mehr als zwei Prozent. Seit Jahresbeginn standen sie wie der Gesamtmarkt aber unter Druck und hatten bis zum Wochenende knapp neun Prozent an Wert eingebüßt.

Ein wichtiger Grund für die jüngsten Preissenkungen in der Luftfahrtbranche ist der Ölpreis-Verfall. Viele Firmen nutzen den Spielraum aus geringeren Kerosin-Kosten, um damit Kunden anzulocken. Beim Ryanair-Rivalen Easyjet fiel so der Umsatz pro Sitzplatz im Weihnachtsquartal um 3,7 Prozent. Bei Ryanair wurden die Preise auch wegen der Anschläge in Paris im November und des harten Wettbewerbs reduziert, um so die Maschinen auszulasten. Der durchschnittliche Flugpreis sei von Oktober bis Dezember um ein Prozent gesunken. Bis Ende März werde mit einem weiteren Rückgang um sechs Prozent gerechnet.

All das will Ryanair mit einem neuen Passagierrekord ausgleichen. So sollen im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März 106 Millionen Kunden befördert werden, eine Million mehr als bisher gedacht. Von Januar bis März dürfte das Plus zum Vorjahreszeitraum bei 26 Prozent liegen. So soll sich der Nettogewinn 2015/16 auf 1,175 bis 1,225 Milliarden Euro summieren. Diese Prognose sei jedoch stark vom Ostergeschäft abhängig, sagte O'Leary. Zudem dürfe es keine schweren Anschläge mehr in Europa geben.


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ts/Reuters

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