Montag, 20. August 2018

Gewinn bricht um ein Fünftel ein Streiks und niedrige Ticketpreise belasten Ryanair

Die irische Ryanair-Fluggesellschaft ringt mit Piloten und Bordpersonal um Entlohnung und Sozialstandards

Niedrigere Ticketpreise sowie gestiegene Personal- und Treibstoffkosten haben beim irischen Billigflieger Ryanair den Gewinn im erste Quartal um 20 Prozent gedrückt.

Bei der Billigfluggesellschaft Ryanair haben Streiks im ersten Geschäftsquartal 2018/19 auf die Bilanz gedrückt. Hinzu kamen höhere Kosten für Piloten, Crew und Treibstoff sowie niedrigere Ticketpreise. Der Gewinn fiel von April bis Juni um ein Fünftel auf 319 Millionen Euro, teilte Europas größter Billigflieger am Montag in Dublin mit. Analysten hatten dies in etwa erwartet. Kunden seien mit dem Kauf von Tickets wegen der jüngsten Streiks zurückhaltender, hieß es.

Das Jahresziel für den Gewinn bestätigte Unternehmenschef Michael O'Leary zwar, machte dies aber "sehr" von den Preisen für die Tickets im laufenden zweiten Quartal abhängig. Für das Gesamtjahr peilt er einen Gewinn von 1,25 bis 1,35 Milliarden Euro an, weniger als im Vorjahr. Neben den Streiks macht Ryanair auch der bevorstehende Brexit zu schaffen.


Die Fliehkräfte im Ryanair-Reich werden immer größer


Im Ende Juni abgelaufenen ersten Quartal hatte die Fluggesellschaft trotz sinkender Ticketpreise den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf fast 2,1 Milliarden Euro gesteigert. In dem Zeitraum stieg die Zahl der Fluggäste um 7 Prozent auf 37,6 Millionen.

Ryanair muss derzeit Streiks in vielen europäischen Ländern verkraften, da Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. In dieser Woche muss die Billigfluggesellschaft 600 Flüge in Belgien, Spanien und Portugal wegen Ausständen des Kabinenpersonals streichen. Welche Flughäfen betroffenen sind, teilte die Airline aber im Einzelnen nicht mit. Die rund 100.000 betroffenen Passagiere würden informiert, hieß es lediglich.

rei/dpa/Reuters

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