Donnerstag, 29. September 2016

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Höchste Förderquote seit Jahrzehnten Russland überschwemmt den Ölmarkt

Öl-Hafen Kozmino: Russland lieferte im Januar so viel Öl wie seit Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr

Russland hat im Januar so viel Öl gefördert wie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr. Nach vorläufigen Zahlen waren es insgesamt 46 Millionen Tonnen oder täglich 10,88 Millionen Barrel (159 Liter), wie das Energieministerium am Dienstag mitteilte. Dazu kämen fast 62 Milliarden Kubikmeter Erdgas.

Russland, das neben Saudi-Arabien weltweit das meiste Öl fördert, hat zuletzt gemischte Signale zu einer möglichen Kooperation mit der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ausgesandt, um den Ölpreis durch eine Drosselung der Fördermenge zu stabilisieren. Die Ölpreise sackten am dienstag weiter ab: Die Nordseemarke Brent und die US-Marke WTI wurden mit 33,74 Dollar und 31,22 Dollar je Fass jeweils 1,3 Prozent billiger gehandelt.

Am Montag traf sich der russische Energieminister Alexander Nowak mit seinem venezolanischen Amtskollegen Eulogio Del Pino. Dabei sei es über mögliche Gespräche zwischen Opec-Mitgliedern und Ölförderern außerhalb der Organisation gegangen, erklärte das Ministerium.

Venezuela steckt derzeit wegen des Ölpreisverfalls in massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten, ein Staatsbankrott droht. Das Opec-Mitglied befindet sich daher auf Werbetour für gemeinsame Förderkürzungen, um den Preis wieder in die Höhe zu treiben.

rei/reuters/dpa

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