Montag, 19. November 2018

Einigung auf neues Hilfspaket Rating-Agentur Fitch stuft Griechenland hoch

Fitch-Zentrale in New York: Vertrauen zwischen Griechenland und Gläubigern

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands um eine Stufe erhöht. Die Einigung mit den Gläubigern auf ein drittes Hilfspaket habe das Risiko verringert, dass Athen seinen Verpflichtungen gegenüber den privaten Gläubigern nicht nachkommen werde, teilte Fitch mit. Mit der Wertung CCC haben die griechischen Staatsanleihen aber immer noch Ramschniveau.

Das griechische Parlament hatte dem Programm für neue Kredite von bis zu 86 Milliarden Euro in der vergangenen Woche zugestimmt. Auch die Euro-Finanzminister gaben grünes Licht. Der Bundestag soll an diesem Mittwoch über das dritte Hilfspaket für Griechenland entscheiden.

Fitch ist die zweite große Rating-Agentur, die Griechenlands Bonität hochstuft. Der Konkurrent Standard & Poor's hatte seine Note für das Land bereits am 21. Juli von CCC- auf CCC+ erhöht - also bereits nach der grundsätzlichen Einigung der Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Die dritte große Agentur, Moody's, hat noch nicht mit einer Notenänderung auf die jüngsten Entwicklungen reagiert.

Auch die Analysten von Fitch bleiben insgesamt skeptisch. Die Risiken seien weiterhin hoch, die politische Lage in Griechenland bleibe "unvorhersehbar", teilten sie in ihrer aktuellen Entscheidung mit. Es werde noch einige Zeit dauern, bis das Vertrauen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern wieder hergestellt sei. Zudem sei unsicher, ob sich der Internationale Währungsfonds (IWF) an dem neuen Hilfspaket beteiligen werde.

ts/stk/AFP

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