Freitag, 22. September 2017

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Börsengang von Verivox und Parship erwogen ProSiebenSat.1 prüft digitale Abspaltung

Logo des Internetvergleichsportals Verivox (Archivbild von 2011).

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 prüft die Abspaltung und den anschließenden Börsengang seines Digitalgeschäfts ("Digital Commerce"). Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 25. August). "Der Teil-IPO eines Bereichs wie unseres Commerce-Geschäfts kann eine Option sein", sagte Thomas Ebeling, der Vorstandschef des Dax-Konzerns, dem Magazin.

Konkret geht es um das Geschäftsfeld Digital Commerce, in dem Beteiligungen wie Verivox (Preisvergleiche) und Parship (Partnersuche) gebündelt sind. Ebeling deutete an, die Pläne könnten noch innerhalb der Laufzeit seines aktuellen Vertrags umgesetzt werden, die im Frühjahr 2019 endet.

Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Es gehe darum, "zusätzlichen Shareholder Value zu generieren, indem wir weitere Wertpotenziale schaffen oder aufdecken", sagte Ebeling zur Begründung.

Die Pläne sind auch eine Reaktion auf den Verfall des Börsenkurses von ProSiebenSat.1 Börsen-Chart zeigen selbst. Der Konzern sieht sich dank aggressiver, teils branchenfremder Zukäufe als Vorreiter bei der Digitalisierung, wird aber von einigen Analysten und Investoren mit Misstrauen begleitet, weil im Stammgeschäft mit Fernsehen der Zuspruch von Werbekunden und Zuschauern schwindet.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der September-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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