Sonntag, 11. Dezember 2016

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Insolvente Verlagsgruppe Rettung für Weltbild

Zentrale des Weltbild-Verlags in Augsburg: Sämtliche Unternehmensteile werden auf das neue Unternehmen übertragen

Das Tauziehen um Weltbild ist beendet: Die Münchner Private-Equity-Firma Paragon übernimmt die Mehrheit an der insolventen Augsburger Verlagsgruppe.

Hamburg - Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und die Gläubigerbanken haben sich darauf geeinigt, die Mehrheit des Unternehmens an die Münchener Private Equity-Firma Paragon abzugeben. Ein entsprechender Vorvertrag wurde bereits unterzeichnet, wie manager magazin online aus Finanzkrisen erfuhr.

Danach werden sämtliche Unternehmensteile, also auch das Filialgeschäft und die Tochtergesellschaften in der Schweiz und Österreich auf ein neues Unternehmen übertragen, an dem Paragon die Mehrheit hält und an der sich auch die Gläubigerbanken beteiligen werden. Ziel ist es offenbar, das Unternehmen als Ganzes fortzuführen.

Weltbild, einst von der katholischen Kirche gegründet und beherrscht, hatte Mitte Januar Insolvenz angemeldet. Seither wurde der Abbau von rund 900 der über 2000 Mitarbeiter und der Abbau von 50 der insgesamt 220 Buchläden verkündet.

Für einen Kauf der Gruppe hatten sich in den vergangenen Wochen unter anderem Stefan von Holtzbrinck, Bastei Lübbe sowie der Österreichische Unternehmer Josef Taus interessiert. Taus ist in seiner Heimat mit Billigketten unterwegs und hatte auch ein Auge auf Filialen der untergegangenen Drogeriemarktkette Schlecker geworfen.

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