Donnerstag, 21. Februar 2019

Ex-Siemens-Tochter Osram bestätigt "vertiefte" Übernahmegespräche mit Bain und Carlyle

Osram: Übernahmegespräche mit Bain und Carlyle

Der Lichtkonzern Osram Börsen-Chart zeigen führt nach eigenen Angaben "vertiefte Gespräche" mit zwei Finanzinvestoren über ein Übernahmeangebot. Bei den Interessenten handele es sich um die Private-Equity-Gesellschaften Bain Capital und Carlyle Group, die "einen gemeinsamen Erwerb von bis zu 100 Prozent" der Osram-Aktien erwägen, teilte die Ex-Siemens-Tochter Osram am Mittwochabend mit und bestätigte damit Berichte über eine mögliche Übernahme. manager magazin hatte in den vergangenen Monaten bereits über das Interesse von Finanzinvestoren berichtet und Bain als Kandidaten mit den größten Chancen genannt.

Es sei derzeit noch nicht abzusehen, ob es eine Investition seitens der beiden Unternehmen geben werde, sagte ein Osram-Sprecher. "Auch ein Scheitern der Gespräche ist möglich."

Konzernchef Olaf Berlien hatte in der Vergangenheit immer wieder angedeutet, dass der Einstieg eines Großaktionärs durchaus willkommen wäre.

Ex-Siemens-Tochter in der Krise: Finanzinvestoren umschwirren Osram

Osram steckt derzeit in der Krise und rutschte zum Auftakt des Geschäftsjahres in die roten Zahlen. Vor allem die Absatzkrise der Automobilindustrie macht dem Konzern zu schaffen. Seit Siemens als ehemalige Konzernmutter seine verbleibenden Anteile verkauft hatte, hat Osram keinen echten Großaktionär, der als Stabilitätsanker dienen könnte.

Ein Übernahmeangebot könnte demnach bis Ende März abgegeben werden. Osram wollte das nicht bestätigen. Alles sei weiter offen und hänge vom Angebot der Interessenten ab, hieß es aus Konzernkreisen.

la/dpa

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