Dienstag, 23. Oktober 2018

Kein neuer Weltmarktführer Omnicon und Publicis blasen Mega-Fusion ab

Publicis-Chef Maurice Lévy: "Wir haben uns entschieden, dass jeder seinen Weg alleine weiter beschreitet"

Die Werberiesen Publicis und Omnicom haben ihren 35 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss zum Weltmarktführer abgesagt. Grund soll unlösbarer Streit über Konditionen und Posten gewesen sei.

New York - Die geplante 35 Milliarden Dollar schwere Fusion von Omnicom und Publicis zum weltgrößten Werbekonzern ist geplatzt. Die beiden Unternehmen erklärten ihre Pläne für gescheitert. Die Herausforderungen seien zu groß gewesen, begründeten die Firmen den Schritt. "Wir haben uns deshalb entschieden, dass jeder seinen Weg alleine weiter beschreitet", hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. Eine Konventionalstrafe falle nicht an.

Ein Insider sagte, dass ein Streit über bestimmte Konditionen und den Posten des Finanzchefs Grund für das Scheitern gewesen sei.

Omnicom und Publicis hatten sich im vergangenen Juli grundsätzlich auf die Fusion verständigt. Damit wollten sie den bisherigen Branchenprimus WPP übertrumpfen. Die Aktionäre der beiden Agenturen sollten jeweils rund 50 Prozent des Aktienkapitals des neuen amerikanisch-französischen Werbegiganten erhalten.

Ein Zusammenschluss der zwei Unternehmen wäre der bislang größte in der Werbebranche gewesen. Er hätte die 4,9 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Aegis-Gruppe durch die japanische Dentsu im vergangenen Jahr in den Schatten gestellt.

ts/rtr

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH