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20.02.2014
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Technologie-Konzern
Nokia prüft Zusammenschluss mit Juniper Networks

Von Astrid Maier und Angela Maier

Nokia: Das IT-Urgestein steht vor einer Strategiewende
DPA

Nokia: Das IT-Urgestein steht vor einer Strategiewende

Nokia ist bald sein Handy-Geschäft an Microsoft los - eine neue Strategie hat die gefallene finnische Unternehmens-Ikone aber bisher nicht vorgestellt. Nun prüft der Konzern, seine künftig größte Sparte, Nokia Solutions Networks, mit dem US-Unternehmen Juniper Networks zu vereinen. Die Taktik-Wende eilt, denn Nokia ist zur leichten Beute für findige Investoren geworden.

Hamburg - Der finnische Technologie-Konzern Nokia sondiert für seine Netzwerksparte Nokia Solutions Networks (NSN) ein Zusammengehen mit dem US-Unternehmen Juniper Networks Chart zeigen. Das erfuhr manager magazin von mit der Situation Vertrauten. Sowohl der Nokia-Vorstand als auch die NSN-Führung um CEO Rajeev Suri erwägen demnach, die bereits bestehende Vertriebs-Kooperation mit Juniper Networks zu vertiefen und sie gegebenenfalls in einen Zusammenschluss münden zu lassen.

Hintergrund ist, dass NSN nach den vorerst gescheiterten Gesprächen mit dem französischen Rivalen Alcatel-Lucent Chart zeigen nun andere Optionen sondiert, um sich in der angeschlagenen Industrie breiter aufstellen zu können.

Der Nokia-Konzern, der gerade seine Handy-Sparte für 5,4 Milliarden Euro an Microsoft veräußert, steht unter Druck, mit dem Erlös neue Betätigungsfelder aufzutun. Nach dem Abschluss des Verkaufs, der noch unter Vorbehalt der Zustimmung chinesischer Aufsichtsbehörden steht, wird NSN rund 90 Prozent der Nokia-Erlöse ausmachen.

Es wird erwartet, dass Nokia Chart zeigen schon in wenigen Tagen auf dem Branchentreff Mobile World Congress in Barcelona seine neue Strategie ohne das Handy-Geschäft vorstellen wird. Der finnische Konzern dürfte in Spanien zudem einen neuen CEO benennen. Suri, der NSN seit 2009 führt, und Nokia-Finanzvorstand Timo Ihamuotila werden in Unternehmenskreisen als Favoriten für die Rolle gehandelt.

Fusion mit Juniper könnte schwaches US-Geschäft stärken

NSN hatte 2013 Gespräche mit Alcatel-Lucent über ein Zusammengehen geführt. Die Gespräche scheiterten unter anderem daran, dass sich die beiden Unternehmen nicht über die Führung des künftigen Verbunds einigen konnten. Ähnlich wie Alcatel-Lucent, die Nummer vier im Markt, gilt auch der Branchendritte NSN als zu klein, um gegen Branchengewichte wie Ericsson oder aggressive Angreifer aus China wie Huawei nachhaltig bestehen zu können.

Um vor allem das schwache US-Geschäft von NSN zu stärken, erwägt CEO Suri nun einen Zusammenschluss mit dem kalifornischen Unternehmen Juniper. Ende vergangenen Jahres reiste Suri mit Kollegen in die USA, um mit dem Juniper-Management die Optionen auszuloten. Das Thema wird seit Jahresbeginn auch im Nokia-Vorstand intensiv diskutiert.

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