Mittwoch, 27. März 2019

12,5 Milliarden Dollar für Goldcorp Newmont Mining will weltgrößter Goldschürfer werden

Goldbarren von Newmont Mining

Durch eine Übernahme im Wert von mehr als 12 Milliarden Dollar könnte in Nordamerika der größte Goldproduzent der Welt entstehen. Der US-Konzern Newmont Mining kündigte am Montag an, den kleineren kanadischen Rivalen Goldcorp zu kaufen.

Der US-Bergbaukonzern Newmont Mining Börsen-Chart zeigen will mit einer Milliardenübernahme zum führenden Goldschürfer der Welt aufsteigen. Dazu will die aktuelle Nummer zwei der Branche den kanadischen Konkurrenten Goldcorp Börsen-Chart zeigen übernehmen. Wie das Unternehmen aus Denver im US-Bundesstaat Colorado am Montag mitteilte, soll der Kauf als Aktiengeschäft plus Barkomponente über die Bühne gehen.

Die Führungen beider Unternehmen haben sich bereits geeinigt. Newmont bietet demnach im Tausch für eine Goldcorp-Aktie jeweils 0,328 Anteile am eigenen Unternehmen plus 0,02 Dollar. Dies entspreche einem Aufschlag von 17 Prozent im Vergleich zum gewichteten 20-tägigen Durchschnittspreis, hieß es. Inklusive Schulden werde Goldcorp damit mit 12,5 Milliarden Dollar bewertet.


Darum kann 2019 ein starkes Jahr für Goldfans werden


Durch die Übernahme entstünde ein neuer Branchenriese, der so viel Gold fördert wie kein anderes Unternehmen. 2017 produzierte Newmont 5,3 Millionen Unzen des Edelmetalls, Goldcorp 2,6 Millionen. Ein Abschluss der Transaktion, der noch einigen Wettbewerbsbehörden sowie die Aktionäre beider Unternehmen zustimmen müssen, wird für das zweite Quartal erwartet.

Barrick Gold hatte gerade erst Randgold geschluckt

Erst zum Jahresende hatte Branchenprimus Barrick Gold die Übernahme des Wettbewerbers Randgold abgeschlossen und damit seine führende Stellung untermauert. Schon seinerzeit dämmerte Insidern, dass dies wohl nicht die letzte Großfusion in der Branche sein würde. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir noch mehr Übernahmen und Mergers sehen", zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg etwa Pierre Lassonde, Chairman von Franco-Nevada und Ex-CEO von Nemont Mining.

Die Reserven zahlreicher Goldminen-Unternehmen seien rückläufig und Übernahmen ein adäquates Mittel, diese wieder aufzufüllen und Kosten gleichzeitig zu senken. So hatte Konzernchef Mark Bristow von Barrick Gold unlängst auch erklärt, Minen in Kanada zukaufen zu wollen.

Hinzu kommt: Der Goldpreis konnte zwar seit September vergangenen Jahres von der großen Nervosität der Aktienmärkte profitieren. Doch von einstigen Höchstständen im Jahr 2011, als die Feinunze Gold bei etwa 1800 Dollar notierte, ist das Edelmetall noch weit entfernt. Das hatte auch die Minenunternehmen unter Druck gesetzt. So mussten sie teils ihre Produktion zurückfahren und Stellen abbauen.

rei mit dpa-afx

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