Mittwoch, 25. Mai 2016

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Möglicher Milliardendeal in der Agrochemie Bayer und Monsanto wollen im April weiter verhandeln

Weltweit schmieden Chemie- und Pharmaunternehmen neue Allianzen oder ordnen ihre Sparten neu. Nachdem der US-Riese Monsanto mit der Übernahme von Syngenta gescheitert ist, streckt er nun die Fühler nach Deutschland aus.

Ein möglicher Verkauf des milliardenschweren Agrarchemie-Geschäfts von Bayer hat an der Börse für Fantasie bei Anlegern gesorgt. Das Interesse des Saatgut

-Marktführers Monsanto ließ die Aktien des Leverkusener Pharma- und Chemieriesen am Montag um bis zu 5,4 Prozent auf 104,60 Euro schnellen. Die Papiere waren damit größter Gewinner im deutschen Leitindex Dax. Nach Reuters-Informationen vom Freitag hat sich der US-Konzern bereits mit Bayer in Kontakt gesetzt. Der Deal könnte ein Volumen von mehr als 30 Milliarden Dollar haben. Anleger spekulierten allerdings darauf, dass der Preis für die Agrarchemie-Sparte von Bayer letztlich noch deutlich darüber liegen könnte.

Erst im vergangenen Jahr hatte Monsanto vergeblich um den Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta geworben. Einem Bloomberg-Bericht zufolge haben die US-Amerikaner auch ein Auge auf die Agrarchemie-Sparte von BASF geworfen. Die BASF-Aktien legten 1,4 Prozent zu. Keiner der beteiligten Konzerne wollte dazu Stellung nehmen.

Nach Ansicht von UBS-Analystin Alexandra Hauber könnte das von ihr mit rund 45 Milliarden Dollar bewertete Bayer-Geschäft mit Saatgut und Pflanzenschutzmitteln wegen der höheren Marktanteile besser zu Monsanto passen. Wegen wettbewerbsrechtlicher Hürden hält sie jedoch eine Vertriebskooperation zwischen beiden Unternehmen für wahrscheinlicher als eine Übernahme. Den Insidern zufolge erläutern die Leverkusener derzeit mit Monsanto Börsen-Chart zeigen mehrere Optionen, neben einem Kauf auch ein Gemeinschaftsunternehmen sowie andere Formen der Partnerschaft.

Bayer ist hinter Syngenta weltweit die Nummer zwei bei Pflanzenschutzmitteln. Im Saatgutgeschäft liegt Monsanto auf Platz eins vor dem US-Chemiekonzern DuPont, der mit Dow Chemical fusioniert. Dies erhöht nach dem Fehlschlag bei Syngenta, die nun vom chinesischen Staatskonzern ChemChina für 43 Milliarden Dollar geschluckt werden, den Druck auf Monsanto, schlagkräftiger zu werden.

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