Freitag, 22. Februar 2019

Saudi-Arabiens Prinz "Mr Everything" Dieser 30-Jährige will das Öl-Imperium neu erfinden

3. Teil: Der Zwei-Billionen-Dollar-Schatz

Förderanlage von Saudi Aramco, dem mutmaßlich wertvollsten Konzern der Welt

Zwei Billionen Dollar soll der neue Staatsfonds umfassen, mehr als doppelt so viel wie die bisher größten Vertreter des Genres aus dem kleinen Nachbaremirat Abu Dhabi oder dem europäischen Ölstaat Norwegen.

Dafür sorgt schon die Tatsache, dass der Prinz - neben dem ebenfalls gewaltigen Chemieriesen Sabic - den Staatskonzern Saudi Aramco in den Fonds einbringen will, der allein schon mindestens einen Billionenwert auf die Waage bringen soll.

Ob das stimmt, wird sich 2017 oder 2018 überprüfen lassen, wenn nach Mohammed bin Salmans Willen ein Anteil von höchstens 5 Prozent der Aktien an die Börse gebracht wird - in Umkehrung der wenige Jahre vor seiner Geburt abgeschlossenen Nationalisierung des ursprünglich von amerikanischen Multis gegründeten Unternehmens.

Aramco verfügt mit Abstand über die größte Produktionskapazität der Branche und auch die größten günstig zu erschließenden Ölreserven. Trotzdem sieht der Plan des Prinzen vor, Öl nur noch als ein Investment des Fonds unter anderen zu betrachten anstatt als einzige Quelle von Reichtum und Macht. "Ich will das Denken über Öl ändern", erklärt Mohammed bin Salman. In 20 Jahren solle das Land nicht mehr hauptsächlich davon abhängen.

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