Samstag, 16. Februar 2019

Hot or not: Der mm-Untreueindex Die 20 Unternehmen, die am stärksten um ihre Top-Manager bangen müssen

Fluktuation von Führungskräften: Die Top 10 im mm-Untreueindex
Dräxlmaier

Wer die besten Leute hat, gewinnt: Der "war for talents" wird zwischen den Unternehmen so intensiv geführt wie nie zuvor. Erstmals zeigt der mm-Untreueindex, welche Unternehmen in Deutschland ihre Top-Manager zu verlieren drohen - und gibt damit ein völlig neuartiges Indiz für die innere Stabilität der Firmen.

Dräxlmaier ist eines dieser vielen deutschen Unternehmen in Familienhand, die nur in ihrer Branche auffallen wollen und ansonsten am liebsten unerkannt bleiben. Das klappte jahrelang auch ganz gut. Der Spezialist für Auto-Elektronik, 1958 gegründet, setzt mit rund 50.000 Beschäftigten inzwischen rund 3 Milliarden Euro um und zog bislang sachte seine Bahnen. Nun aber belegt es den ersten Platz im mm-Untreueindex, den das manager magazin ab sofort monatlich gemeinsam mit experteer erstellt. Das heißt: Dräxlmaier ist überdurchschnittlich stark von Abwanderung seiner Führungskräfte bedroht (zur Systematik des Index siehe unten).

Die Gründe für die Spitzenpositionen im mm-Untreueindex sind häufig recht leicht zu finden. Der Lkw-Hersteller MAN Trucks & Bus soll sich endlich enger mit dem schwedischen Konkurrenten Scania und der gemeinsamen Mutter Volkswagen verzahnen, bei Lanxess fragt sich der neue Chef Matthias Zachert, was er mit der Strategie seines Vorgängers Axel Heitmann anfangen soll - ähnlich wie Bilfinger-Vormann Herbert Bodner, der hinter Roland Koch aufräumen muss.

Bei anderen Unternehmen sind die Gründe für die Wechselwilligkeit der Führungskräfte daher nicht so offensichtlich. Der mm-Untreueindex kann daher möglicherweise erste Indizien liefern, dass sich ein Unternehmen in unruhigen Zeiten befindet. Wenn Unternehmensnamen im Index doppelt auftauchen, handelt es sich dabei um Töchter respektive die Konzernholding, wie in der Oktober-Rangliste im Falle von MAN und Novartis. Doppelzählungen von Führungskräften sind ausgeschlossen.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung