Montag, 20. November 2017

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Nachfrage explodiert wegen Air-Berlin-Aus Lufthansa setzt Jumbos zwischen Berlin und Frankfurt ein

Boeing 747 der Lufthansa in Frankfurt am Main

Wenige Tage nach dem Aus für Air Berlin Börsen-Chart zeigen reagiert die Lufthansa Börsen-Chart zeigen auf die stark gewachsene Nachfrage: Um dem Ansturm von ehemaligen Kunden der Konkurrenz-Fluglinie Herr zu werden, setzt die Lufthansa zwischen Frankfurt am Main und Berlin-Tegel ab Mittwoch teilweise Jumbojets ein.

"Wir rechnen mit einer sehr hohen Nachfrage auf dieser Strecke im November. Mit den bisherigen Flugzeugkapazitäten wäre es nicht zu bewältigen", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die Lufthansa-Tochter Eurowings will zwar Jets aus der Flotte von Air Berlin übernehmen, allerdings stehen diese noch nicht zur Verfügung.

Schon für den morgigen Donnerstag seien mehrere Jumbos auf der Verbindung "knallvoll", sagte der Lufthansa-Sprecher gegenüber manager-magazin.de. In einer Boeing 747 der Lufthansa hätten gut 350 Passagiere Platz. Normalerweise fliegt die Airline auf der Verbindung meistens mit Maschinen des Typs Airbus A321, deren Kapazität etwa 200 Fluggäste beträgt.

Ein Flug im Oberdeck der Jumbos bleibt den Passagieren allerdings verwehrt. Dieser Bereich des Fliegers bleibe "aus Zeitgründen" geschlossen, sagte der Unternehmenssprecher. Bei lediglich 50 Minuten Bodenzeit sei das rechtzeitige Ein- und Aussteigen in alle Bereiche des Großraumfliegers nicht möglich.

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Als Jumbojets werden Flugzeuge vom Typ Boeing 747 bezeichnet. Die Maschinen galten bei ihrer Entwicklung in den 1960er Jahren als größte Flugzeuge der Welt. Diesen Titel nimmt inzwischen der Airbus Börsen-Chart zeigen A380 ein.

Derartige Großraumflieger werden überwiegend im Transatlantik- und internationalen Fernflugverkehr eingesetzt. Auf kürzeren Strecken gilt ihr Einsatz wegen des hohen Kerosinverbrauchs beim Start und einer vergleichsweise kurzen Flugzeit als weniger wirtschaftlich.

Der Flughafen Berlin-Tegel ist auf die Jumbojets zwar vorbereitet, doch es gibt offenbar Probleme. "Eigentlich gibt es keinen Platz für die 747-400 in Tegel, aber den nutzen wir sehr gut aus", sagte Lufthansa-Managerin Katrin Pasinli der "Berliner Morgenpost".

Die Flüge der Jumbojets zwischen Berlin-Tegel und Frankfurt am Main sollen nach Angaben der Lufthansa am 30. November enden. Insgesamt soll es 60 dieser Flüge geben.

mit dpa

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