Mittwoch, 20. September 2017

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Erster Nicht-Däne an der Spitze Lego will künftig ein Finanzinvestor sein

Zähne zeigen: Legos neue Strategie.

Lego will sich mit einer neuen Personalaufstellung die Beweglichkeit eines Finanzinvestors verschaffen. Dazu bekommt der Konzern bekommt erstmals in seiner rund 85-jährigen Firmengeschichte einen ausländischen Chef. Der Brite und bisherige Geschäftsführer Bali Padda löst zum Jahreswechsel Jorgen Vig Knudstorp ab, wie zweitgrößte Spielzeughersteller der Welt am Dienstag mitteilte.

Knudstorp führt künftig eine neue Gruppe im Unternehmen, die für die Marke Lego neue Betätigungsfelder erschließen soll. "Es gibt viel mehr Platz für Partnerschaften.

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Foto: DPA

Die Anfragen nehmen zu", sagte Knudstorp der Financial Times. Er werde künftig die "Lego Brand Group" führen, die wie ein Private-Equity-Haus mit den Einnahmen des Stammgeschäfts agieren werde. Auch die Eigentümerfamilie Kristiansen will sich künftig verstärkt um die Aktivitäten der Marke Lego kümmern, zu denen die Beteiligungen am Betreiber von Legoland, Merlin Entertainments, und Lego Education gehören.

Knudstorp war 2004 der erste Lego-Chef, der nicht aus der Eigentümerfamilie Kristiansen stammt - der reichsten Familie Dänemarks. Er schaffte die Wende für das Unternehmen, das zuvor noch vor der Pleite gestanden hatte. 2015 machte Lego einen Umsatz von 5,2 Milliarden Dollar. Unterstützt von zusätzlichen Betätigungsfeldern wie Filmlizenzen, Videospielen und Smartphone-Apps versucht der 1932 gegründete Konzern, dem Barbie-Hersteller Mattel die weltweite Marktführerschaft streitig zu machen.

Reuters, soc

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