Donnerstag, 26. Mai 2016

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Kaffeekapsel-Krieg mal anders Clooney-Double sorgt für Ärger bei Nestlé

US-Schauspieler George Clooney im Nespresso-Spot: Sind Parodien erlaubt?

Wenn es ums Geschäft geht, versteht Nespresso keinen Spaß. Bereits seit Jahren streitet sich der Erfinder des lukrativen Kapselgeschäfts und Betreiber exklusiver Kaffeeclubs mit Wettbewerbern vor Gericht, die vom milliardenschweren Kapselmarkt ein Stück abhaben wollen. Sogar vor dem Einbau von Widerhaken zur Abschreckung von Wettbewerbern scheuten die Schweizer zur Rettung der eigenen Geschäfte nicht zurück.

Der letzte Vorstoß gegen die unliebsame Konkurrenz dürfte sich für Nespresso allerdings als Bärendienst erwiesen und die Aufmerksamkeit für einen Konkurrenten massiv gesteigert haben.

Und das kam so: Espresso Club, ein 2006 in Tel Aviv gegründetes Unternehmen, das wie Nespresso Kaffeekapseln vertreibt, hatte einen Werbespot gedreht, in dem es Nespressos Luxus-Konzept auf den Arm nimmt.

In der Hauptrolle: ein George-Clooney-Doppelgänger, dessen Luxuslimousine vor der Tür einer Nobelboutique abgeschleppt wird. Die Werbebotschaft: Bei Espresso Club, einem Kapselanbieter, der statt Luxusshops auf kostenlose Kaffemaschinen setzt und sein Geld ausschließlich mit dem Online-Versand von Kaffeekapseln verdient, wäre das nicht passiert.

Nespresso sah darin unzulässigen Plagiarismus, schließlich wirbt der Konzern bereits seit Jahren mit dem beliebten und gut bezahlten US-Schauspieler. Die Nestlé-Tochter sah sich "verunglimpft", ihre Marke durch die Espresso-Parodie des Wettbewerbers "befleckt."

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