Mittwoch, 22. November 2017

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Geschasste Vertriebschefin beißt zurück Deutschlands peinlichster Flughafen versinkt im Chaos

Der Geisterflughafen in Bildern: Kassel-Calden - die hessische Mega-Subventionsruine
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[M] DPA; Kassel Airport

Die Dauer-Posse um Deutschlands peinlichsten Flughafen ist um eine bitterböse Anekdote reicher: Mit Ablauf ihrer sechsmonatigen Probezeit muss Vertriebschefin Christine Altzinger den Airport Kassel-Calden Mitte des Jahres verlassen. Daraufhin rechnet die Managerin mit der Geschäftsführung des hochsubventionierten Phantom-Flughafens in Nordhessen ab.

"Das ist der Versuch der Geschäftsführung, ein Bauernopfer für ihre eigenen Versäumnisse zu finden", kommentierte Altzinger ihren Rauswurf gegenüber der "Hessisch Niedersächsischen Allgemeine". Dieses wolle sie aber nicht abgeben.

Altzinger gilt als erfahrene Managerin aus der Tourismusbranche. Früheren Angaben des Kasseler Flughafens zufolge war sie vor ihrem Caldener Engagement bei Tui Marine tätig und hatte zuvor Führungspositionen bei Lufthansa und British Airways inne.

Sie macht unter anderem eine katastrophale Unternehmenskultur für den ausbleibenden Erfolg der Kasseler Flughafengesellschaft verantwortlich. Es herrsche eine von Misstrauen, Geheimniskrämerei und Angst geprägte Atmosphäre. Die Flughafengesellschaft wollte zu der Personalie und den Vorwürfen keine Stellung nehmen.

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