Mittwoch, 12. Dezember 2018

Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert Wer Karriere macht - und wer um seinen Job bangen muss

Kollege Roboter: Welche Jobs werden wegdigitalisiert? Wer macht noch Karriere? Und wozu braucht man Führungskräfte, wenn agile Teams sich selbst organisieren sollen?

2. Teil: Manager auf Abruf: Brauchen agile Teams noch Führungskräfte?

Nehmen wir einmal an, Unternehmen gelingt es, agile Strukturen und damit eine für die Digitalisierung geeignete Organisation zu schaffen. Braucht es dann noch klassische Führungskräfte?

Wenn sich ein Unternehmen für eine solche Organisationsform entscheidet, wird sich zwangsläufig auch die Rolle des Managements - insbesondere der mittleren Ebene - verändern. Gleichbleibende Posten und eindeutig zugeordnete Mitarbeiter werden ersetzt durch Verantwortungsbereiche, in denen je nach anstehenden Aufgaben und Kundenwünschen Projekte strukturiert und mit den dafür fähigsten Menschen besetzt werden. Selbststeuerung der Teams nach Zielen ersetzt genaue Anweisungen.

Selbststeuerung der Teams statt Anweisungen - wozu dann noch Führungskräfte?

Führungskräfte werden damit nicht überflüssig. Es werden jedoch ganz andere Anforderungen an die Führungskräfte gestellt: Sie haben die Aufgabe, Teams schnell arbeitsfähig zu machen, also ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Kreativität und Leistungsbereitschaft fördert. Außerdem müssen sie den Teamprozess moderieren. Das ist spannend, aber gleichzeitig auch nicht leicht. Ich sehe jedoch, dass viele Unternehmen bereits an diesen Themen dran sind - Stichwort 'transformationaler Führungsstil' und 'Emotional Leadership'. Die logische Folge: Dadurch änderen sich auch automatisch die Rollen- und Anforderungsprofile der Mitarbeiter.

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