Donnerstag, 26. April 2018

Kryptowährung Iota Auf diesen Berliner Bitcoin-Rivalen setzen die Konzerne

Die größten Digitalwährungen: Bitcoin und die Alternativen
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imago/ZUMA Press

Es gibt wohl kaum eine gemeinnützige Stiftung in Deutschland, die ein Vermögen von zehn Milliarden Dollar verwaltet. Die erst seit November 2017 anerkannte Iota Foundation mit Sitz in Berlin allerdings hält die Kontrolle über die von ihr geschaffenen Iota-Tokens, deren aktueller Marktwert in dieser Höhe sie in die Top Ten der von Bitcoin angeführten Kryptowährungen bringt.

Der 21 Jahre junge Mitgründer Dominik Schiener könnte in dieser Größe schwelgen - sagt in einem Reddit-Forum aber: "Unsere Strategie ist es, uns von diesem ganzen Marktirrsinn so bald wie möglich abzulösen." Dass der Gründer einer anderen Kryptowährung, Ripple, plötzlich zu den reichsten Menschen der Welt zählt, "ist für mich eines der lächerlichsten Dinge aller Zeiten".

Iota surft zwar zweifellos auf der Welle des Interesses an Kryptogeld mit, die durch den Bitcoin-Boom und die Gier nach schnellem Reichtum aus dem Nichts angetrieben wird. In mehrerer Hinsicht ist Iota aber ein Gegenentwurf dazu - und das macht das Berliner Start-up interessant für Konzerne, die einen realen wirtschaftlichen Nutzen aus der neuen Technik ziehen wollen.

Bosch hat kurz vor Weihnachten bereits über seinen Risikokapitalfonds RBVC in "eine bedeutende Menge an Iota-Token" investiert. Es werde "große Synergien zwischen Bosch und der Iota-Stiftung" geben, erklärte RBVC-Partner Hongquan Jiang, der in den Iota-Stiftungsbeirat einzog. Bosch wolle mit Iotas Hilfe das Internet der Dinge weiterentwickeln - Maschinen, die miteinander direkt kommunizieren und sich für ihre Leistungen auch direkt bezahlen.

Im ZDF-Morgenmagazin gab Volkswagens Entwicklungschef Johann Jungwirth Iota sein Plazet mit Blick auf Roboterautos: "Wenn diese Fahrzeuge selbständig als Unternehmer handeln und auch den besten Preis aushandeln, selbständig fürs Parkhaus, fürs Laden bezahlen, das werden Milliarden Transaktionen sein pro Tag, und dafür braucht man sichere Technik. Und da, muss ich sagen, finde ich diese Technik hochspannend."

Im Projekt "Carpass", wo es um das digitale Tracking von Autos geht, arbeitet Iota mit Volkswagen Börsen-Chart zeigen und dem Energiekonzern Innogy Börsen-Chart zeigen zusammen.

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