Samstag, 15. Dezember 2018

"Top 100" Das sind die innovativsten Mittelständler Deutschlands

Top 100: Die innovativsten Mittelständler Deutschlands 2018
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Bei Innovationen geht es nicht um schiere Technikverliebtheit. Sie ist die Kunst, sich als Unternehmen immer wieder neu zu erfinden - mit neuen Technologien, Geschäftsmodellen und Prozessen. So lassen sich neue Produkte kreieren und neue Märkte erobern. All das begeistert Kunden und gewinnt neue hinzu. Die Preisträger des Wettbewerbs "Top 100" zeigen, zu welchen Aufbrüchen deutsche Mittelständler fähig sind. mm stellt die Sieger des Jahres 2018 vor.

Die 288 Unternehmen in drei Größenklassen stehen beeindruckend gut da. Sie bringen 18 Milliarden Euro Umsatz auf die Waage und geben im Schnitt rund ein Zehntel ihres Umsatzes für Innovationen aus. Sie versammeln in ihren Reihen 89 nationale und 31 Weltmarktführer und kommen auf mehr als 4500 nationale und internationale Patente. Der Anteil der Innovationen liegt bei rund 40 Prozent ihres Geschäfts, bei fast drei Vierteln betrafen die Neuerungen auch das Geschäftsmodell. Drei Viertel der Unternehmen sind in den vergangenen drei Jahren deutlich über ihrem Branchendurchschnitt gewachsen. Kein Wunder, dass die Kraftpakete auch dem Arbeitsmarkt dienen: Alle zusammen wollen in den nächsten drei Jahren mehr als 14.000 neue Jobs schaffen.

Ihren Erfolg überlassen die Innovations-Champions nicht dem Zufall. Sie beobachten die Welt um sich herum mit großer Aufmerksamkeit und werten die Veränderungen auf ihren Märkten, bei Technologien und Wettbewerbern kontinuierlich aus. Mehr als vier Fünftel vertrauen auf einen klar definierten Innovationsprozess, ohne statisch zu sein: Bei Bedarf werden die internen Abläufe flexibel an geänderte Rahmenbedingungen angepasst. Die "Top 100" sind auch nach innen offen - fast drei Prozent ihres Umsatzes beruhen auf Verbesserungsvorschlägen ihrer Mitarbeiter.

Der Wettbewerb
Der Wettbewerb "Top 100", ausgerichtet von compamedia, geht in die 26. Runde. Die Entscheidung über eine Auszeichnung trifft die wissenschaftliche Leitung um Prof. Dr. Nikolaus Franke, Direktor des Instituts für Entrepreneurship und Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien. Eine hochkarätige Jury, unter anderem mit Consulting-Legende Roland Berger, Professorin und Multiaufsichtsrätin Ann-Kristin Achleitner sowie den Unternehmern Hubertus Bessau und Lars Hinrichs, wählt dann zusätzlich den "Innovator des Jahres" in jeder Größenklasse. Die Auszeichnung wird auf dem Deutschen Mittelstandssummit am 28. Juni 2019 vergeben. Interessierte Firmen können sich ab sofort hier für die nächste Runde anmelden.

Die Vielfalt der Branchen, Unternehmensgrößen und Produkte der "Top 100" zeigt, dass es kein Kochrezept für Innovation gibt. Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg finden. Dabei hilft eine Strategie, die sich aus vier Säulen zusammensetzt: innovativen Prozessen, einem ausgeprägten Innovationsklima, der Einbindung externer Partner und einem innovationsfördernden Topmanagement. Den Chefs kommt die Schlüsselrolle zu - und das wissen sie auch. Ein Drittel ihrer Arbeitszeit wenden sie für innovationsbezogene Aufgaben auf.

Studienautor Franke kann sich auch im 26. Jahr des Wettbewerbs noch für die Innovationskraft der Mittelständler begeistern: "Es ist unglaublich faszinierend, wie diese Unternehmen Herausforderungen angehen. Sie sind es, die mit ihrer Kreativität, Entschlossenheit und Kühnheit das schaffen, was wir als Gesellschaft brauchen: neuartige Lösungen für Probleme und in der Folge Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung."

"Top 100"-Wettbewerb: Anmelden können Sie sich hier.

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