Mittwoch, 20. September 2017

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Hurrikan-Schäden im Vergleich So zerstörerisch waren Tropenstürme vor "Irma" und "Harvey"


Mit aktuell erwarteten Schäden im jeweils dreistelligen Milliardenbereich könnten die Hurrikane "Harvey" und "Irma" zu den zerstörerischsten Stürmen der vergangenen Jahre werden. Wie die Grafik von Statista zeigt, war "Sandy" in den vergangenen fünf Jahren der zerstörerischste Sturm - er war im Oktober 2012 über Jamaica, Kuba und die Bahamas gezogen und hatte auch an der Ostküste der Vereinigten Staaten für Überschwemmungen und Zerstörungen gesorgt.

Nur ein Sturm hat in diesem Jahrtausend mehr Schäden angerichtet: Für Hurrikan "Katrina", der im August 2005 die Südstaaten der USA und die Metropole New Orleans getroffen hatte, führt der Rückversicherer Münchener Rück, auf dessen Datenbank die Grafik basiert, 125 Milliarden Dollar an Schäden auf - inflationsbereinigt wären das heute knapp 160 Milliarden.

Noch lassen sich die Schäden nicht genau beziffern, die "Harvey" und "Irma" verursacht haben beziehungsweise verursachen werden. Aktuelle Schätzungen beziffern "Harveys" Kosten laut von der "New York Times" befragten Experten auf bis zu 108 Milliarden Dollar. "Diese Schätzungen sind nicht offiziell und können sich täglich ändern", schränkt die Zeitung selbst ein; selbst diese nur groben Schätzungen ständen in einem Vergleich der Naturkatastrophen der vergangenen Jahre allerdings heraus. Der Gouverneur von Texas hatte Anfang September sogar von Schäden von bis zu 180 Milliarden Dollar für "Harvey" ins Spiel gebracht.

Für "Irma" sind die Schätzungen noch weit vager - der Sturm hat das Festland der Vereinigten Staaten bislang noch nicht erreicht. Credit Suisse geht auf Grundlage von Berechnungen historischer Modelle von 125 Milliarden Dollar Schäden aus; treffe der Sturm als Hurrikan der Kategorie 5 auf Miami, könne er allerdings auch doppelt so kostspielig werden.

luk

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