Freitag, 29. Juli 2016

Buchhandelskette Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck bietet für Weltbild

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Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck zählt zum engeren Interessentenkreis für die insolvente Buchhandelskette Weltbild. Der Thalia-Eigner Advent und das Verlagshaus Bastei Lübbe sind dagegen ausgestiegen.

Hamburg - Die Holtzbrinck-Verlagsgruppe ist in den engeren Interessentenkreis für Weltbild gerückt. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (21. März) im Handel ist. Das Wirtschaftsblatt beruft sich auf Finanzkreise. Zur Stuttgarter Verlagsgruppe Holtzbrinck gehören Buchverlage wie Rowohlt und S. Fischer. Holtzbrinck und Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wollten den Bericht nicht kommentieren.

Derzeit führt Geiwitz Verhandlungen mit einer Handvoll Favoriten. Neben Holtzbrinck bewerben sich auch mehrere Finanzinvestoren um einen Einstieg bei Weltbild. Der Kaufpreis dürfte nach Angaben aus Branchenkreisen bei 50 bis 70 Millionen Euro liegen.

Konzept "Weltbild 2.0" statt Zerschlagung

Gemäß dem Konzept "Weltbild 2.0", das Geiwitz zusammen mit der Unternehmensberatung Roland Berger ausgearbeitet hat, will der Insolvenzverwalter an allen drei Säulen Weltbilds festhalten: dem Onlinehandel, den Filialen und dem aussterbenden Kataloggeschäft. Einige Kaufinteressenten hatten dagegen auf Zerschlagung plädiert.

Zwei potente Geldgeber sind nun ausgestiegen: Das US-Private-Equity-Haus Advent, Mehrheitseigner des Weltbild-Rivalen Thalia, war nur am Onlinegeschäft und einem Teil der Filialen interessiert. Auch der Verlag Bastei Lübbe, der nur Teile des Digitalgeschäfts kaufen wollte, hat kein Interesse mehr.

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