Mittwoch, 21. November 2018

Vor McKesson-Deal Singer-Fonds Elliott steigt bei Celesio ein

Celesio: US-Investor Singer droht die geplante Übernahme zu blockieren

In die Übernahme von Celesio durch den US-Konzern McKesson mischt sich ein Störenfried ein: Der US-Investor Paul Singer hat über seinen Hedgefonds Elliott fast 12 Prozent an Celesio erworben. Singer ist bekannt dafür, bei M&A-Deals mitkassieren zu wollen.

Stuttgart - Der als Querulant bekannte Investor Paul Singer ist über seinen Hedgefonds Elliott bei dem Stuttgarter Pharmahändler Celesio groß eingestiegen. Der Fonds habe sich insgesamt 11,68 Prozent an dem MDax -Unternehmen gesichert, teilte Celesio am Mittwoch mit.

Rein rechnerisch dürfte der Hedgefonds mehr als 400 Millionen Euro für den Anteil hingelegt haben. Erst Ende Oktober hatte McKesson angekündigt, Celesio Börsen-Chart zeigen für umgerechnet 6,1 Milliarden Euro übernehmen zu wollen.

Zunächst gibt der Duisburger Mischkonzern Haniel seinen 50,01-Prozent-Anteil an das Stuttgarter Unternehmen für 23 Euro je Aktie ab. Für die verbleibenden börsengehandelten Celesio-Aktien will McKesson ein Angebot vorlegen. Insgesamt wollen die Amerikaner mindestens 75 Prozent der Anteile einsammeln, sonst platzt der Deal. Celesio-Aktien legten bis zum Mittag in einem etwas festeren Markt um 0,6 Prozent auf 23,17 Euro zu.

Singer ist unter anderem dafür bekannt, sich mit seinem Hedgefonds Elliot bei vor der Übernahme stehenden Unternehmen einzukaufen. Er spekuliert dabei entweder auf ein höheres Gebot oder eine Abfindung, falls der Käufer die komplette Kontrolle über das Unternehmen haben will.

In Deutschland hat er dies zum Beispiel bei Kabel Deutschland Börsen-Chart zeigen, das von der britischen Vodafone Börsen-Chart zeigen erst jüngst übernommen wurde, gemacht. Zudem pocht er als Halter von Staatsanleihen Griechenlands und Argentiniens auf deren vollständige Bedienung, während viele andere Gläubiger sich mit diesen Staaten auf den Teilverzicht geeinigt hatten.

cr/dpa-afx

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