Donnerstag, 23. März 2017

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Traditionsreederei wird verkauft Oetker verkauft Reederei Hamburg Süd an Maersk

Hamburg Süd: Oetker-Reederei wird an Maersk verkauft

Der Bielefelder Oetker-Konzern trennt sich nach 80 Jahren von seinem Schifffahrtsgeschäft und verkauft die Containerrederei Hamburg Süd an den Konkurrenten Maersk.

Mit dem dänischen Weltmarktführer Maersk sei ein Vorvertrag über den Verkauf von Hamburg Süd unterzeichnet worden, teilte Oetker am Donnerstag mit. In den kommenden Wochen solle über einen Kaufvertrag verhandelt werden. Maersk erklärte, eine Übereinkunft sei erzielt worden.

Eine endgültige Vereinbarung werde voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals 2017 stehen. Der Transaktion müssten auch noch die Kartellbehörden zustimmen. Über eine Übernahme war schon seit einigen Tagen spekuliert worden.

Die 1871 gegründete Reederei Hamburg Süd liegt nach Daten des Branchendienstes Alphaliner gemessen an der Transportkapazität auf Rang sieben der weltgrößten Containerreedereien, einen Platz hinter dem Lokalrivalen Hapag-Lloyd.

Die Containerschifffahrt steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. Sie leidet unter Überkapazitäten und sinkenden Frachtpreisen. Viele Reedereien schreiben rote Zahlen. Immer mehr Unternehmen schließen sich deshalb zusammen oder bilden Allianzen, um die Kosten zu senken.

Deutschlands Branchenprimus Hapag-Lloyd erhielt unlängst von der EU-Kommission grünes Licht für die Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC, zusammen würden sie damit zur weltweiten Nummer fünf der Branche.

Oetker: High Noon in Bielefeld

Ende Oktober kündigten drei führende japanische Reedereien den Zusammenschluss ihrer Containergeschäfte zur Nummer sechs der Branche an. Die südkoreanische Reederei Hanjin wurde durch die Krise in die Pleite getrieben. Sie meldete Ende August Insolvenz an. 2013 war eine geplante Fusion zwischen Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt.

Hamburg Süd liegt nach Daten des Branchendienstes Alphaliner gemessen an der Transportkapazität auf Rang sieben der weltgrößten Containerreedereien, einen Platz hinter dem Lokalrivalen Hapag-Lloyd.

la/reuters/dpa

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