Samstag, 15. Dezember 2018

Sex-Orgie der Hamburg-Mannheimer Lustreise in Budapester Badetempel landet vor Gericht

Gellert-Therme in Budapest: Versicherungsverkäufer der Hamburg Mannheimer feierten hier eine Sex-Orgie mit 20 Prostituierten. Die "Eventagentur" stellte dafür 330.000 Euro in Rechnung. Nun landet der Fall vor dem Hamburger Landgericht

Für die Lustreise von Top-Vertretern der früheren Ergo-Versicherungstochter Hamburg-Mannheimer nach Budapest müssen sich voraussichtlich vom 14. Juli an zwei Manager vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

Ein Ex-Mitarbeiter der Vertriebsorganisation Hamburg-Mannheimer International (HMI) sei wegen Untreue in einem besonders schweren Fall angeklagt, sagte ein Gerichtssprecher. Einem Mitgeschäftsführer einer Eventagentur wird Beihilfe zur Untreue vorgeworfen. Zuvor hatten mehrere Medien über den beginnenden Prozess berichtet.

Die frühere Hamburger Versicherung ist heute Teil des Ergo-Versicherungskonzerns in Düsseldorf. Er hatte die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit einer Strafanzeige ausgelöst.

Die Angeklagten sollen 2007 eine Sex-Orgie mit 20 Prostituierten für mindestens 64 Versicherungsvertreter in einem Budapester Bad organisiert haben. Hiermit sowie mit der Verschleierung der Party-Kosten sollen sie gegen interne Unternehmensrichtlinien verstoßen haben.

Die Eventagentur soll dem Unternehmen insgesamt rund 330.000 Euro in Rechnung gestellt haben. Daraus sei der Versicherung laut Staatsanwaltschaft ein Schaden von rund 52.000 Euro entstanden, ergänzte der Gerichtssprecher.

Die Unternehmensrevision hatte 2012 weitere sogenannte Incentive-Reisen aufgedeckt: Sie hatten in einen Swingerclub auf Jamaika geführt

la/dpa-afx

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