Samstag, 25. Juni 2016

Hall of Fame der deutschen Forschung 2015 Ausgezeichnete Lebensleistung

Manfred Weck, Ingenieur und emeritierter Hochschullehrer, und Gerhard Ertl, Forscher und Nobelpreisträger für Chemie
Thomas Dashuber für manager magazin
Manfred Weck, Ingenieur und emeritierter Hochschullehrer, und Gerhard Ertl, Forscher und Nobelpreisträger für Chemie

Zwei neue Mitglieder in der Ruhmeshalle: Gerhard Ertl, Chemie-Nobelpreisträger von 2007, und der Industrie-Entwickler Manfred Weck wurden von manager magazin in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen.

Bei einer Feier mit über 130 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wurden am Mittwochabend in Darmstadt die beiden diesjährigen Laureaten in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen: Gerhard Ertl, Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2007 und emeritierter Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, sowie Manfred Weck, Maschinenbau-Professor und langjähriger Direktor des Werkzeugmaschinenlabors an der RWTH Aachen.

Die Laureaten der Forscher-Hall of Fame, konstatierte Karl-Ludwig Kley, Sprecher der Geschäftsleitung beim Wissenschafts- und Technologiekonzern Merck in seiner Festansprache, seien "Menschen, die sich nicht mit der erstbesten Antwort zufrieden geben. Sie fragen weiter, denken weiter." Deshalb, schlussfolgerte Kley: "Wir alle profitieren von ihren Fragen und den dabei gefundenen Antworten".

Die Laureaten im Kurzportrait

Gerhard Ertl.
Thomas Dashuber für manager magazin
Gerhard Ertl.
Gerhard Ertl: Der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2007 hat die Grundlagen von katalytischen Reaktionen erforscht, die etwa bei der industriellen Herstellung von Kunstdünger eingesetzt werden oder die das Ozonloch in der Atmosphäre entstehen lassen. Seine Arbeiten bildeten die Basis für die technische Abgas-Reinigung bei Verbrennungsmotoren - und sind somit bis heute ein Schlüssel für die weltweiten Erfolge der deutschen Automobilindustrie.

Der studierte Physiker war Professor an den Universitäten in Hannover und München, bevor er als Direktor ans Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin wechselte.

Manfred Weck
Thomas Dashuber für manager magazin
Manfred Weck
Manfred Weck: Als Direktor des Aachener Werkzeugmaschinenlabors hat der Professor an der RWTH das automatische Drehen, Fräsen und Bohren Jahren so weiter entwickelt, dass die metallverarbeitende Industrie und der deutsche Maschinenbau ihre Produktivität kontinuierlich steigern konnten. Das hat die Branche auf führende Positionen in den Weltmärkten gebracht.

Parallel zu seinem Lehrstuhl leitete Manfred Weck das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik. Dort hat er vor allem den Leichtbau und die Ultrapräzisionsfertigung maßgeblich vorangetrieben.

Herausragender Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsstandorts

Gerhard Ertl wurde durch eine Laudatio von Hermann Schwarz, Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung gewürdigt, für Manfred Weck sprach Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft für Angewandte Forschung.

Die Hall of Fame der deutschen Forschung zeichnet alljährlich Wissenschaftler aus, deren Arbeiten einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsstandorts geleistet und somit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb zukunftsfähiger gemacht haben.

Die Hall of Fame der deutschen Forschung hat jetzt 18 Mitglieder, darunter elf Nobelpreisträger, aber auch verdiente Industrieforscher wie der ehemalige BMW-Vorstandschef Joachim Milberg und Karlheinz Brandenburg, den Teamleiter bei der Entwicklung des Datenkompressionsverfahrens mp3. Die Forscher-Hall of Fame wurde im Jahr 2009 vom manager magazin ins Leben gerufen. Heute wird das Format unterstützt von Merck in Darmstadt sowie von Acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.

Ausführliche Beiträge zu den Ausgezeichneten finden sich in der nächsten Ausgabe des manager magazins, die am 20. November erscheint.

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