Dienstag, 28. Juni 2016

Klage in London Metro und Deutsche Bahn wollen Schadensersatz von Mastercard

MasterCard: Die Gebühren der amerikanischen Kreditkartengesellschaft haben gegen das EU-Wettbewerbsverbot verstoßen, argumentieren die Kläger

Sechs internationale Großunternehmen haben die US-Kreditkartengesellschaft Mastercard auf Schadensersatz verklagt. Unter den Klägern sind auch der Handelskonzern Metro und die Deutsche Bahn. Es geht um Forderungen wegen offenbar überhöhter Interbanken-Gebühren.

Hamburg - Metro, Deutsche Bahn und vier andere Großkonzerne wollen Schadensersatz von Mastercard. Dabei geht es um eine Regressforderung in mittlerer bis dreistelliger Millionenhöhe, berichtet manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (24. Januar) im Handel ist.

Das spanische Modeimperium Inditex Börsen-Chart zeigen , der britische Online-Modehändler Asos, die US-Autovermieter Hertz und Auto Europe sowie der Cash-&-Carry-Spezialist Metro Börsen-Chart zeigen und die Deutsche Bahn haben dem Magazin zufolge bereits Ende 2012 vor dem High Court in London eine entsprechende Klage eingereicht.

Die Firmen machen geltend, dass Mastercard zwischen 1992 und 2007 offenbar zu hohe Gebühren von ihnen verlangte, wenn ihre Kunden mit Kredit- oder Debitkarten zahlten. Dabei berufen sie sich auf einen Entscheid der EU-Kommission aus dem Jahr 2007. Danach sollen die Gebühren gegen das EU-Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Mastercard passte die Interbanken-Entgelte daraufhin an.

Gegenwärtig schwankt die Interbanken-Gebühr von Land zu Land. In Deutschland liegt sie derzeit bei 1,8 Prozent der Kaufsumme. Die EU-Kommission will sie europaweit auf 0,3 Prozent begrenzen.

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