Mittwoch, 18. Juli 2018

Anstoß zur besten Arbeitszeit So viel Produktivität kostet die WM im Büro

"So eine WM ist in vielen Bereichen produktivitätsvernichtend." Der Ökonom Markus Voeth stellte Deutschlands Arbeitnehmern zuletzt regelmäßig ein schlechtes Zeugnis aus. Durchschnittlich 16 Minuten würden sich Deutschlands Arbeitnehmer pro Tag im Büro mit dem Fußball beschäftigen, schreibt der Hohenheimer Wissenschaftler in der aktuellen Auflage seiner WM-Studie. Weil dieser Tratsch nicht nachgearbeitet würde, koste die WM Deutschland 2,62 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt.

Fast 20 Prozent von Voeths Studienteilnehmern wollen sich im laufenden Turnier täglich sogar für mehr als eine Stunde während der Arbeit mit dem Turnier beschäftigen - neben Gesprächen mit den Kollegen locken schließlich auch verschiedene Livestreams im Internet.

Letztere könnten sich zu einer großen Produktivitätsbremse ausweiten, zeigt eine Auswertung von Statista: Schaut jemand in den kommenden Wochen alle WM-Spiele, die er grundsätzlich während einer angenommenen Arbeitszeit von 9 bis 18 Uhr verfolgen könnte, würde ihn das fast 31 Stunden Arbeitszeit kosten. Deutschlands drittes Gruppenspiel gegen Südkorea fällt am Mittwoch, 27. Juni, um 16 Uhr beispielsweise fast komplett in diesen Zeitkorridor. Statista zieht auch einen internationalen Vergleich: Im Land des Top-Favoriten steht mehr als doppelt so viel Arbeitszeit auf dem Spiel.

luk

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