Donnerstag, 17. Januar 2019

Knapp 70 Millionen Fluggäste Frankfurter Flughafen mit Passagierrekord

Frankfurter Flughafen: Knapp 8 Prozent mehr Fluggäste als im Vorjahr fertigte Deutschlands größter Flughafen 2018 ab

Rekord an Deutschlands größtem Flughafen: In Frankfurt wurden im abgelaufenen Jahr so viele Passagiere abgefertigt wie nie zuvor. Insgesamt zählte der Betreiber Fraport mehr als 69,5 Millionen Fluggäste und damit 7,8 Prozent mehr als 2017, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Erst im August hatte Fraport-Chef Stefan Schulte seine Prognose auf mehr als 69 Millionen Passagiere angehoben. Nun fiel der Zuwachs sogar noch etwas deutlicher aus.

Das Wachstum sei sowohl auf neu angebotene Ziele als auch auf eine Erhöhung der Frequenzen durch die Fluglinien zurückzuführen, hieß es vom Unternehmen. Fraport Börsen-Chart zeigen habe in Frankfurt sogar den größten absoluten Zuwachs seiner Geschichte erreicht, sagte Konzernchef Schulte.

Schon im Jahr zuvor knackte Fraport mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent und 64,5 Millionen Fluggäste den eigenen Passagierrekord. Im Jahr 2016 hatte der Konzern noch einen Rückgang bei den Passagierzahlen erlitten.

Pünktlich- und Zuverlässigkeit soll verbessert werden

Das Wachstum brachte aber auch große Probleme mit sich. Verzögerungen bei der Abfertigung sorgten für Verärgerung bei den Passagieren. "Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern daran, die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Luftverkehr wieder zu verbessern", sagte Schulte.

Das neu Jahr beginnt für Fraport allerdings mit Schwierigkeiten. Im Tarifstreit des Sicherheitspersonals an deutschen Flughäfen droht der bislang umfassendste Warnstreik. Die Gewerkschaft Verdi erneuerte zum Wochenstart ihren Aufruf zum Arbeitskampf an acht deutschen Flughäfen an diesem Dienstag, unter anderem in Frankfurt.

Auch die internationalen Beteiligungsflughäfen der Fraport erzielten im vergangenen Jahr deutliche Zuwächse, etwa in Slowenien, Brasilien oder Griechenland. Hier will Fraport weiter investieren. Derzeit stehen laut Schulte große Ausbauprojekte insbesondere in Griechenland, Brasilien und Peru auf dem Plan.

Fraport hat sich für das vergangene Jahr einen operativen gewinn (Ebitda) von bis zu 1,11 Milliarden Euro als Ziel gesetzt und einen Nettogewinn von 430 Millionen Euro. Nach neun Monaten betrug das Ebitda bereits 880 Millionen Euro, das Konzernergebnis stieg um gut 10 Prozent auf 378 Millionen Euro.

mg/dpa-afx, rtr

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