Donnerstag, 29. September 2016

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Dreistelliger Millionenverlust droht Fifa muss Skandale teuer bezahlen

Im Jahr des Abstiegs von Sepp Blatter hat die Fifa erstmals seit langem Verlust gemacht

Der Fußball-Weltverband Fifa steht wegen diverser Korruptionsskandale vor einem dreistelligen Millionenverlust. Der Geschäftsführende Generalsekretär Markus Kattner erklärte beim Außerordentlichen Kongress am Freitag in Zürich, dass die Fifa im Jahr 2015 erstmals seit langer Zeit wieder Verlust gemacht habe. Die konkreten Zahlen sollen beim Kongress Mitte Mai in Mexiko vorgelegt werden, Kattner bezifferte das zu erwartende Defizit im Zyklus bis 2018 auf 550 Millionen Dollar.

Zuletzt war der Fußball für den Weltverband eine Goldgrube. In der Zeit von 2011 bis 2014 hat die Fifa einen Gewinn von umgerechnet 313,4 Millionen Euro gemacht. Für die vorherige Haushaltsperiode von 2007 bis 2010 waren es sogar 585 Millionen Euro. Die Finanz-Rücklagen des Weltverbandes belaufen sich derzeit noch auf nie dagewesenen 1,412 Milliarden Euro. Diese würden durch den nun erwarteten Verlust um rund ein Drittel reduziert.

"Wir befinden uns in einem schwierigen ökonomischen Umfeld", sagte Kattner. Der Druck der juristischen Behörden sei groß. Nur durch die Annahme des Reformpaketes könne neues Vertrauen geschaffen werden, das für den Abschluss notwendiger neuer Sponsorenverträge essenziell sei. Im vergangenen Jahr hatten mehrere Geldgeber die Zusammenarbeit mit der Fifa beendet.

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luk / sid, dpa

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