Mittwoch, 14. November 2018

Fußball-Bundesliga FC-Augsburg-Präsident Hofmann übernimmt seinen Club mit Co-Investoren

Der neue Präsident des FC Augsburg, Klaus Hofmann, übernimmt den Bundesligisten zusammen mit Co-Investoren. Sie wollen einen zweistelligen Millionenbetrag in den Club investieren

Der Unternehmer und neue Präsident des FC Augsburg, Klaus Hofmann, wird zu Beginn der kommenden Spielzeit mit Co-Investoren 99 Prozent an dem Fußballbundesligisten erwerben. Die Kaufverträge mit den derzeitigen Eigentümern, einer Investorengruppe um den früheren FCA-Präsidenten Walther Seinsch, seien "unterschriftsreif", sagte Hofmann dem manager magazin, das ab Freitag (22. Mai) im Handel ist.

Nach der Übernahme wollen Hofmann und seine Co-Investoren das Kapital der Fußballgesellschaft aufstocken, wie Hofmann dem manager magazin weiter sagte. Die "Fußball-Club Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA" (FCA KGaA), in die der Verein 2005/2006 seine erste Fußballmannschaft ausgegliedert hatte, ist seit Jahren bilanziell überschuldet - eine Altlast aus Zeiten der schweren Krise in den 2000er Jahren. Per 30. Juni 2014 wies die Bilanz der FCA KGaA einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 0,9 Millionen Euro aus.

Dank der geplanten Kapitalspritze werde "das Eigenkapital im Verlauf der kommenden Spielzeit positiv sein", sagte Hofmann. Er und seine Co-Geldgeber werden insgesamt einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag investieren. Hofmann ist seit 14 Jahren Vorstandschef und Miteigner des Bad Oldesloer Brandschutzspezialisten Minimax Viking (1,3 Milliarden Euro Umsatz, 8000 Mitarbeiter).

Der langjährige FCA-Geldgeber Seinsch hatte Ende 2014 mit Beendigung seiner Präsidentschaft nur seine Erlösansprüche an den Fußballbundesligisten zurückverkauft, für 16 Millionen Euro. Der 99-Prozent-Anteil an der FCA KGaA liegt immer noch bei ihm und seinen Co-Investoren.

Die Stimmenmehrheit und somit die Kontrolle über den Fußballbundesligisten behält weiterhin der Verein, wegen der "50+1"-Regel. Hofmann und seine Co-Investoren werden - wie bisher Seinsch - nur über 49 Prozent der Stimmen verfügen.

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